Ein grandioses Heimspiel für den Gospelchor Trautskirchen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 14.04.2025 11:00

Ein grandioses Heimspiel für den Gospelchor Trautskirchen

Der Gospelchor Trautskirchen unter der Leitung von Jürgen „Jay“ Meinl gab in der Laurentiuskirche ein Heimspiel und entführte die über 350 Besucher unter anderem auf den Kontinent Afrika. (Foto: Yvonne Neckermann)
Der Gospelchor Trautskirchen unter der Leitung von Jürgen „Jay“ Meinl gab in der Laurentiuskirche ein Heimspiel und entführte die über 350 Besucher unter anderem auf den Kontinent Afrika. (Foto: Yvonne Neckermann)
Der Gospelchor Trautskirchen unter der Leitung von Jürgen „Jay“ Meinl gab in der Laurentiuskirche ein Heimspiel und entführte die über 350 Besucher unter anderem auf den Kontinent Afrika. (Foto: Yvonne Neckermann)

Wenn der Gospelchor Trautskirchen ein Heimspiel hat, dann sind die Karten heiß begehrt. Und so war auch das aktuelle Konzert bereits im Vorfeld ausverkauft. Über 350 Menschen genossen die gelungene Mischung aus Klassikern des Genres und weniger bekannten, aber nicht minder beeindruckenden Titeln.

Gleich die Einmarschhymne der über 25 aktiven Sängerinnen und Sänger – „Come let us sing“ – gab den emotionalen Rahmen des Abends vor. Das Stück des norwegischen Musikers und Chorleiters Tore W. Aas feiert den Glauben an Gott und drückt die Freude am gemeinsamen Lobpreis aus. Genau dies beherrscht der Gospelchor perfekt und riss mit seiner Begeisterung und seinem Schwung gleich zu Beginn das Publikum von den Sitzen. Denn schließlich ist das Trautskirchener Publikum Gospel-erfahren und weiß, dass hier nicht passives Ausharren, sondern Mitschwingen, Mitschnipsen und Mitfeiern gefragt ist.

Chor entführte Publikum nach Afrika

Als nächstes entführte der Chor sein Publikum auf den farbenprächtigen Kontinent – nach Afrika. „Baba Mnumzane“ stand auf dem Notenblatt des Chorleiters Jürgen „Jay“ Meinl. Gesungen in Zulu, einer der elf offiziellen Sprachen Südafrikas, bedeutet der Titel so viel wie „Vater des Hauses“. Es wird oft bei Hochzeiten gesungen und drückt Ehre und Respekt für das Familienoberhaupt aus. Dabei harmonieren der Rhythmus des Liedes, die lebendige Natur der Zulu-Sprache – und in diesem Fall die Stimmen der Trautskirchener Gospelsängerinnen und -Sänger – perfekt.

Auch die Band Toto nahm eine Version des Liedes auf, die auf ihrem Album „Toto XX: 1977–1997“ zu finden ist. Musikgeschichte schrieb die US-amerikanische Gruppe mit den Sängern David Paich und Bobby Kimball allerdings vor allem 1982 mit einer weiteren Hommage an den Kontinent. Und die kam gleich als Nächstes an die Reihe. „Africa“ kannte nicht nur jeder im Publikum, der Song ist gleichzeitig auch ein Evergreen im Repertoire des Gospelchors und sorgte auch diesmal für beschwingtes Mitwippen.

Medley mit Songs von Michael Jackson

Als Höhepunkt der ersten Halbzeit hatten die Aktiven ein von Meinl selbst zusammengestelltes und arrangiertes Michael-Jackson-Medley vorbereitet, das dem vor knapp 16 Jahren verstorbenen „King of Pop“ ein Denkmal setzte. Der für ein Kirchenkonzert gut gewählte Mix erinnerte daran, wie idealistisch, den Menschen zugewandt und empathisch Jacksons ikonischste Titel in Erinnerung bleiben. „Heal the world“ ist eine emotionale Ballade, die dazu aufruft, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, indem man Liebe, Mitgefühl und Verantwortung zeigt. Der „Earth Song“ hingegen gilt als sein sozialkritischstes Werk und thematisiert die Zerstörung der Umwelt.

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Perfekt transportiert wurden diese Botschaften durch die Solistinnen Sabine Mauser und Anne Vestner, die mit ihren gut ausgebildeten Stimmen auch einer Nürnberger Lorenzkirche alle Ehre gemacht hätten. Vor allem Vestner zeigte sich derart stimmsicher, dass man nur hoffen kann, dass Chorleiter Jürgen Meinl die Altistin in Zukunft noch öfter zum Mikrofon greifen lässt. Als Solisten überzeugten außerdem Alfred Lockl, Harald Biegel, Sandra Bogendörfer, Julia Callens, Jessica Reidinger, Gabi Lichtenberg und Christina Eckart.


Von Yvonne Neckermann
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