Der Stadtrat hat seinen früheren Beschluss, den Radweg zwischen Wiebelsheim und Bad Windsheim 2,50 Meter breit zu bauen, aufgehoben. Stattdessen soll dieser nun sogar 3,50 Meter messen.
Den Antrag zur Aufhebung und Verbreiterung gestellt hatte Stadtrat Florian Schäfer (WiR), nachdem sich kürzlich die Förderrichtlinien geändert hatten. Als der Stadtrat beschlossen hatte, auf 2,50 Meter Breite zu bauen, wurden auch nur diese Kosten vom Freistaat Bayern übernommen. Bei der Verbindung handelt es sich um einen reinen Radweg, er konnte von Land- und Forstwirtschaft aufgrund der geringen Breite nicht genutzt werden, erklärt Bürgermeister Jürgen Heckel (WiR) im Gespräch mit unserer Redaktion.
Hätte man 3,50 Meter gewollt, hätte die Stadt die Kosten für den Bau des zusätzlichen Meters übernehmen müssen. Mittlerweile aber übernimmt der Freistaat die Kosten für die breitere Version.
Diese Ortsverbindung fungiert nun als öffentlicher Feld- und Waldweg, auf dem auch Radfahrer und landwirtschaftlicher Verkehr fahren und Fußgänger laufen dürfen, heißt es in der Sitzungsunterlage. „Uns kostet es nicht mehr und den Landwirten wäre geholfen“, betonte Heckel. Allerdings liegt nun die Unterhaltslast sofort nach Fertigstellung bei der Stadt, erklärte Heckel. Der schmalere Weg wäre in die Zuständigkeit des Straßenbauamts gefallen. Sollten nun Schäden auftreten, muss die Stadt diese ausbessern. Rücksprache mit dem Straßenbauamt habe Heckel bereits gehalten, von der Planung her gebe es keine Probleme, hieß es dort. Die Änderungen seien ohne viel Aufwand zu erledigen.
Das ohnehin notwendige und bereits geplante Regenrückhaltebecken müsse an eine höhere Wasserkapazität angepasst und etwas vergrößert werden. Auch dafür trägt die Kosten der Freistaat, so Heckel.
Rainer Volkert (CSU) wies darauf hin, dass es vor Jahren Beschwerden von Landwirten gegeben habe, die sich auf dem Verbindungsweg Ickelheim-Bad Windsheim von Radfahrern und Fußgängern gestört gefühlt hätten. Heckel betonte, dass gegenseitige Rücksichtnahme der Schlüssel zur Lösung des Problems sei.
Florian Schäfer betonte, dass er mit den Wiebelsheimern gesprochen habe und alle den breiteren Weg befürworten. Gerade auch, um beispielsweise mit dem Güllefass nicht den kompletten Acker überfahren zu müssen, sei ein ausgebauter Weg ein großer Vorteil für die Landwirte. „Siehst du keine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer?“, wollte Volkert eine Einschätzung seines Kollegen. Diese wollte Schäfer so freilich nicht geben, er verwies auf Heckels Worte: „Es müssen alle Rücksicht nehmen.“