Die Nominierungsversammlung der Ehinger Liste war mit 122 Stimmberechtigten überaus gut besucht. Neben den zwölf Kandidierenden für den Gemeinderat wurde Markus Prokopczuk als Bewerber um das künftig hauptamtliche Bürgermeisteramt gewählt.
Der bisher ehrenamtlich tätige Rathauschef Friedrich Steinacker tritt bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 nicht mehr an. Markus Prokopczuk erhielt in der Nominierungsversammlung 118 Stimmen. Von den 120 abgegebenen Wahlzetteln waren zwei ungültig.
Vor seiner Wahl zum Bewerber hatte sich Prokopczuk in einer knapp einstündigen Rede vorgestellt. Er ist 50 Jahre alt, verheiratet und wohnt in Ehingen. Beruflich ist er als Elektrotechnikmeister und Technischer Betriebswirt tätig. Bei einem regionalen Energieversorger ist er seit 2009 als Kommunalmanager beschäftigt. Seit seiner Jugend engagiert er sich aktiv in Ortsvereinen.
Der Bewerber um das Bürgermeisteramt will seine zukunftsorientierten Gestaltungsideen einbringen. Er wolle aufgeschlossen den Dialog suchen. Für ihn seien Gesprächs- und Kompromissbereitschaft die Grundlage der Demokratie. Als konkrete Ziele nannte er die Steigerung der Lebensqualität in der Gemeinde durch die Gestaltung der Dorfplätze und die Förderung der Vereinsarbeit sowie die Erschließung von Wohnraum. Dabei könne die Aufbruchstimmung in den Arbeitskreisen der Dorferneuerung genutzt werden. Die Stärkung des Einzelhandels und die Standortsicherung für Kindergärten und Grundschule stünden bei ihm ebenfalls im Fokus.
Des Weiteren will der Kandidat die Infrastruktur weiterentwickeln. Man müsse die Chancen der Digitalisierung erkennen und nutzen. Der Glasfaserausbau sei dringend geboten und die ärztliche Versorgung gehöre zu den wichtigsten Themen. Die Erholungsregion Hesselberg müsse sich zu einer Aktivregion weiterentwickeln. Auch die Chancen aus dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept und der Interkommunalen Zusammenarbeit seien zu nutzen, so Prokopczuk. Erforderlich sei eine Vision für die Gemeinde, aber „wir müssen uns selbst entwickeln“, hieß es.
Vor der Nominierung des Bürgermeisterkandidaten hatten sich 13 Bewerberinnen und Bewerber für den Gemeinderat vorgestellt. In geheimer Wahl wurde die Reihenfolge der zwölf Namen und des Ersatzbewerbers festgelegt. Dabei wurde per Akklamation mit zwei Gegenstimmen beschlossen, dass – wie bei der vorherigen Kommunalwahl – die Bewerber aus Dambach in der Reihung die Plätze zwei und sieben erhalten. Somit ergab sich folgende Liste: Hans Leibrich, Tobias Moninger, Martin Baumgärtner, Martin Hirsch, Beatrix Kern, Matthias Schloss, Stefan Krauter, Marco Strugala, Sandra Reichert, Karl Meyer, Niklas Eul und Stefan Ixmeyer. Ersatzkandidat ist Christian Weigl.