Ab dem 1. Juli um 8 Uhr öffnet die „Tagespflege zum Hirschen“ erneut ihre Türen. In den Räumlichkeiten wird künftig der ambulante Pflegedienst Dorsch Gäste empfangen und betreuen. Beim Tag der offenen Tür konnten sich Interessierte über das neue Angebot in Markt Bibart (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) informieren. Die Betreiber, Cornelia und Christian Dorsch, standen für Fragen zur Verfügung.
Zum offiziellen Teil der Veranstaltung erschienen neben den zehn Mitarbeitenden des Pflegedienstes auch Vertreter aus der Kommunalpolitik: Markt Bibarts Bürgermeister Klaus Nölp, Claus Seifert aus Scheinfeld und Anton Schiefer aus Sugenheim. Bürgermeister Nölp zeigte sich erfreut über den Neustart.
Die intensive Suche gemeinsam mit Hauseigentümer Peter Breuer nach einem passenden Pflegekonzept sei nun erfolgreich abgeschlossen. Dass auch zwei weitere Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft anwesend seien, verdeutliche laut Nölp die Bedeutung des Themas – insbesondere angesichts des demografischen Wandels.
„Wir müssen das selbst in die Hand nehmen, genauso wie ihr das jetzt gemacht habt“, sagte Nölp in Richtung des Betreiberpaars. Claus Seifert unterstützte Nölps Einschätzung und verwies auf aktuelle Entwicklungen in der Pflegepolitik. So habe kürzlich der erste Demographie-Kongress in Bayern stattgefunden. Seit Anfang des Jahres stünden Förderprogramme bereit.
Insbesondere in ländlichen Regionen müsse man Strukturen schaffen, die es älteren Menschen ermöglichen, so lange wie möglich in ihrem Zuhause zu bleiben. Dafür brauche es gut ausgebildetes Personal, Quartiersmanager sowie Partner, die Informationen gezielt an die Zielgruppe weitergeben.
Bereits vor der offiziellen Eröffnung seien erste Anfragen eingegangen, berichteten Cornelia und Christian Dorsch. Ab dieser Woche sind auch Anmeldungen möglich. Das Einrichtungsteam umfasst vier Fachkräfte, eine Hilfskraft, eine Betreuungskraft, zwei Hauswirtschafterinnen, eine Raumpflegerin sowie eine Fahrerin.
Für den IT-Bereich arbeitet der Pflegedienst mit dem Lechner IT Systemhaus zusammen. Die großzügig angelegten und barrierefreien Räume bieten Platz für insgesamt 24 Tagesgäste, die dauerhaft betreut werden können. Darüber hinaus stehen zwei sogenannte Flexiplätze für kurzfristige Aufenthalte zur Verfügung.