Ob Café, Mittagstisch, Lottoannahme oder Postservice: Die sechs Dorfläden im Landkreis Ansbach bieten der Bevölkerung mehr als nur Lebensmittel. Zum Austausch und der Vernetzung untereinander hat Andrea Denzinger, Regionalmanagerin des Landkreises Ansbach, in das Landratsamt eingeladen.
Tante Enso in Bruckberg, der Dorfladen mit Gleis D – Café in Dombühl, der Dorfladen in Langfurth, die „Alte Steige“ in Neusitz, Tante-M in Weiltingen und der Dorfladen mit Café in Wettringen – sie haben verschiedene Konzepte, Öffnungszeiten und personelle Situationen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Aber es verbindet sie das Ziel, die Menschen in der näheren Umgebung mit Lebensmitteln zu versorgen.
„Mein Ziel ist es, dass sich die Dorfläden vernetzen, voneinander lernen, Abläufe und Konzepte besprechen und damit Synergien nutzen“, sagt Andrea Denzinger. Das Treffen sei Teil ihrer Arbeit zum Thema „Heimat innovativ und nah versorgt“. Dies umfasst auch „die Direktvermarktung eigens produzierter Produkte, das Lebensmittelhandwerk wie Bäcker und Metzger sowie 24/7-Automaten“, erläutert Denzinger.
Bei dem Treffen sei deutlich geworden, dass ein Dorfladen viele Vorteile mit sich bringe. So wendet er sich an die gesamte Bevölkerung und nicht nur bestimmte Zielgruppen. Er biete strukturierten Einkauf ohne Warenflut und halte dennoch Waren für den gesamten Grundeinkauf vor, so die Pressemitteilung. Zudem werde die örtliche Gemeinschaft gefördert und persönliche Wegezeiten und -kosten gespart.
„Im Dorfladen einkaufen bedeutet Heimat einkaufen, denn sie sind Nahversorger, Treffpunkte und stärken das Leben in unseren Gemeinden. Ihr Erhalt hängt davon ab, dass alle – Bürger, Kommunalverantwortliche und Vereine – bewusst dort einkaufen“, wird Landrat Dr. Jürgen Ludwig zitiert.
Zudem wurde auch über die Struktur der Läden gesprochen, das Sortiment und die Öffentlichkeitsarbeit unter die Lupe genommen und Positives wie auch die Herausforderungen diskutiert. Der Termin soll der Auftakt von weiteren Treffen sein.
Am 4. Februar 2025 sind alle Nahversorger wie Direktvermarkter, Metzger, Bäcker, Brauereien, Dorfläden, Automaten-Betreiber, Gastronomen und Gemeinschaftsverpfleger zum ersten Nahversorger-Netzwerk eingeladen, informiert das Landratsamt.
Interessierte können sich über die Stichwortsuche Nahversorger im Internet unter www.landkreis-ansbach.de anmelden.