Dinkelsbühler Knabenkapelle begeistert bei Jahresabschlusskonzert | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 03.12.2023 15:21

Dinkelsbühler Knabenkapelle begeistert bei Jahresabschlusskonzert

Das Anfängerorchester wurde beim großen Konzert in der Schranne von Mario Hendreich dirigiert. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Das Anfängerorchester wurde beim großen Konzert in der Schranne von Mario Hendreich dirigiert. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Das Anfängerorchester wurde beim großen Konzert in der Schranne von Mario Hendreich dirigiert. (Foto: Friedrich Zinnecker)

Mit einem Dutzend mitreißender Musikstücke begeisterte die Dinkelsbühler Knabenkapelle ihr Publikum. Der Schrannensaal war beim traditionellen Jahresabschlusskonzert voll besetzt.

Trommelklang des Medizinmannes

Musikalisch begann der Abend mit dem Anfängerorchester und der „Ouvertüre aus der Nussknackersuite“. Es folgten das Country-Stück „Rocky Top“ und der in den Weiten der Prärie ertönende Trommelklang des Medizinmannes in „Call of the Buffalo“. Geführt wurde der Nachwuchs vom neuen Musiklehrer Mario Hendreich, der zusammen mit seinem Kollegen David Alamo vorgestellt wurde.

Für „Des großen Kurfürsten Reitermarsch“ übernahm der musikalische Leiter der Knabenkapelle, Johannes Krauß, den Dirigentenstab und ließ den feierlichen Charakter des Kavalleriemarsches mit eindrucksvollen Solofanfaren erklingen. Die „Alpine Inspiration“ des großen Orchesters versetzte das Publikum in die Schönheit der musikalischen Bergwelt mit dem Genuss des Panoramas vom Gipfel aus.

Trommler marschierten ein

Der Einmarsch der jungen Trommler signalisierte einen Höhepunkt des Abends. Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer verabschiedete den jahrzehntelangen Musikdirektor Herbert Materna. Dieser habe 1996 die Nachfolge von Adolf Daeschler angetreten und habe durch sein fleißiges, ehrgeiziges und stringentes Wirken Maßstäbe gesetzt.

Die Teilnahme an der Steuben-Parade in New York sei unvergessen. Nach Abgabe der Leitung sei er als Musiklehrer der Knabenkapelle verbunden geblieben. Für den durch den Abend führenden Moderator Dieter Meyer, Vorsitzender des Förderervereins, hat Materna mit den gelegentlich im Weg liegenden Steinen Brücken gebaut, was vom Publikum mit langanhaltendem Beifall bestätigt wurde.

Blick auf auf das Ligurische Meer

Für den Marsch „San Carlo“ ergriff Materna den Taktstock und ließ die Zuhörer gedanklich auf das Ligurische Meer blicken. Musikalische „Champions-League“-Gefühle kamen bei den Beatles auf. „I wanna hold your hand“, „Yesterday“, „Obladi Oblada“, „Let it be“ und „Hey Jude“ erinnerten an die Pilzköpfe der 1960er Jahre. Es folgten die Ballade „Let it go“ aus dem aktuellen Disney-Zeichentrickfilm und „Galaxies“ als Titelmusik für einen Science-Fiction-Film. Danach hieß es „Don’t stop believin’ “, ein Evergreen, der den Glauben an den Frieden beinhalten könnte, so Meyer.

Kilian Puff, Nicolas Buckel und Benedikt Brehm ließen das letzte Jahr Revue passieren. An manche Anekdote aus Berlin, wo man „den Politikern den Marsch blasen wollte“, Edenkoben und Cannstatt wurde launig erinnert, ehe der Dank an alle Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen zum Ausdruck gebracht wurde.

Ernennung zum Musikdirektor

Mit der Ernennung von Johannes Krauß, seit April 2022 musikalischer Leiter, zum Musikdirektor wurde ein weiterer Höhepunkt erreicht. Krauß habe 130 Buben im Boot, die durch die Pandemie noch mehr zusammengeschweißt worden seien, und habe in einem ereignisreichen Jahr für tolle Stimmung gesorgt, so OB Hammer bei der Titelvergabe.

Den musikalischen Schlussakkord setzte das Orchester schließlich mit den Beach Boys und „Barbara Ann“, „Sloop John B“ und Surfin` USA“ sowie dem „Military Escort“.

Natürlich durfte eine Zugabe nicht fehlen. Der anlässlich der Landesgartenschau 1988 erstmals aufgeführte Marsch „Gruß an Dinkelsbühl“ entließ die Zuhörer nach drei Stunden bester Unterhaltung in die adventlich geschmückte Altstadt von Dinkelsbühl.


Von Friedrich Zinnecker
north