Der Marktgemeinderat Lehrberg hat in seiner letzten Sitzung des Jahres drei Wasser- und Abwasserprojekte auf den Weg gebracht. Die gefassten Beschlüsse waren nötig, um noch 2024 die entsprechenden Förderanträge zu stellen.
„Alle drei Projekte waren schon in der Finanzplanung vorgesehen“, sagte Bürgermeisterin Renate Hans zur FLZ. Der Projektbeginn ist bei allen drei Maßnahmen für das Jahr 2025 angesetzt, die Ausschreibungen würden aktuell bereits vorbereitet, so die Bürgermeisterin.
Die mit Abstand größte Maßnahme ist der Neubau eines Trinkwasser-Hochbehälters. Der alte Hochbehälter war in die Jahre gekommen, jetzt soll daneben ein neuer Behälter gebaut werden.
Das Ingenieurbüro Christofori hatte die Planungen bereits im Marktgemeinderat vorgestellt, die Kosten werden mit rund 1,7 Millionen Euro angesetzt. Den alten Hochbehälter werde man aber nicht abreißen, sondern als Puffer weiter nutzen, sagte Renate Hans. Der Beschluss, die Maßnahme durchführen zu wollen, fiel einstimmig.
Die zweite Maßnahme betrifft die neue Kläranlage. „Hier sind wir mit unseren Werten schon gut“, so die Bürgermeisterin. Doch der Freistaat wolle die Phosphor-Einträge in die Fließgewässer weiter reduzieren.
Nach einer Mitteilung des Landratsamtes muss die Gemeinde Lehrberg bis Ende 2027 eine Phosphat-Fällung in ihre Kläranlage einbauen. Im September 2023 war das Ingenieurbüro Christofori mit den Planungen beauftragt worden, die Kosten für die Anlage wurden mit rund 150.000 Euro kalkuliert. Auch hier fiel der Beschluss der Gemeinderäte einstimmig.
Die dritte Maßnahme betrifft den Ortsteil Obersulzbach, und zwar die Kanalisation, die in keinem guten Zustand ist. Im Zuge der Dorferneuerung, bei der bereits das Dorfgemeinschaftshaus errichtet sowie der Spielplatz und der Dorfplatz neu gestaltet wurden, wolle man auch im Untergrund sanieren, so Hans. Hier würden die Kosten aktuell neu kalkuliert. Auch dieser Beschluss fiel einstimmig.