Jahr für Jahr lockt das Deutsch-Italienische Weinfest die Massen auf den Neustädter Festplatz. Das südländische Flair mit Speisen, Getränken und Musik, nicht selten begleitet von der Hitze des Juli, wollen viele Gäste erleben. Welcher Aufwand dahinter steckt – davon zeugte die Hauptversammlung des Partnerschaftsvereins „Freunde von Montespertoli“.
199 Mitglieder zählt der Verein zum Stichtag Ende 2023, verkündete Vorsitzender Wolfgang Ell. Drei Mitglieder seien verstorben, Neueintritte wurden nicht verzeichnet. Mitgeteilt wurde früh in der Versammlung der wichtigste Termin des Vereinsjahrs: Das Deutsch-Italienische Weinfest findet demnach am Freitag- und Samstagabend, 19. und 20. Juli, statt. Auch beim „Fest der Begegnung“, das heuer am 30. Juni seine Neuauflage erlebt, sei man vertreten.
Am 13. April trifft man sich mit den „Amici di Neustadt“, den Freunden von Neustadt, wie der Partnerverein auf italienischer Seite heißt. Das Treffen findet außerhalb von Deutschland statt, und zwar im südtirolischen Kaltern.
Dabei wird auch das Bierfest in Montespertoli besprochen, das die Neustädter vom 5. bis 8. September in der toskanischen Stadt ausrichten. Kistenweise gerüstet mit fränkischen Spezialitäten wie Schwarzbrot, Bratwürste, Kraut, Weißwürste und Wienerle sowie Bier aus Pahres tritt man für gewöhnlich die Reise gen Süden an. Im Jahr 1992 war die Partnerschaftsurkunde beider Städte unterzeichnet worden. Der Vorsitzende – heute Ehrenvorsitzender – war damals Willi Förster, der ebenso bei der Hauptversammlung zugegen war. Noch nicht ganz so lange, aber doch 25 Jahre, halten Heike Kipp, Erika und Klaus Christ sowie Lisette und Ernst Blümlein den Freunden von Montespertoli die Treue. Ihnen wurde von Ell und seinem Stellvertreter Klaus Wölfing etwas sehr Passendes überreicht – jeweils eine Flasche italienischer Sekt.
Eine wichtige Rolle spielen mit Blick auf die großen Feste auch die Finanzen. Laut Haushaltsplan rechnet man mit Einnahmen in Höhe von 31.000 Euro und mit Ausgaben in Höhe von 25.000 Euro.
Alle, die das Weinfest stemmen, arbeiten ehrenamtlich. Sie werden im Laufe des Jahres mit einem Helferessen entschädigt. Ein nicht mehr wegzudenkendes Gesicht ist in diesem Kontext das von Schriftführerin Uschi Düll bei der Markenausgabe.
Von den 199 Mitglieder waren immerhin 34 zur Versammlung gekommen. Eines davon fragte nach, ob der Verein tatsächlich gemeinnützig ist, wenn man doch Steuern bezahlen müsse. Das sei nun mal die Gesetzeslage, erklärte Kassierer Hans-Joachim Gleißner: Inklusive Steuerberatung habe man im vergangenen Jahr 3300 Euro ausgegeben. Im städtischen Ferienprogramm übrigens war man im Vorjahr mit einem Töpferkurs vertreten.
Mit einem Plus von 600 Euro – so die aktuelle Kalkulation – will man das Finanzjahr abschließen. Zwei Vereinsausflüge im Frühjahr und im Herbst in die nähere Umgebung runden das Programm ab. Das Vereinsjahr endet mit dem Neustädter Weihnachtsmarkt.