Die zentrale Frage: Wie komme ich im Alter von A nach B? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.11.2025 09:11

Die zentrale Frage: Wie komme ich im Alter von A nach B?

Trugen zum Obernzenner Gesundheitstag bei (von links): Günther Enzner, Vorsitzender des Diakonievereins „Oberer Zenngrund“, mit den Referenten des Nachmittags Martin Hundertschuh, Christa Hegwein-Schlegel, Angela Netal und Wolfgang Heide. (Foto: Helmut Meixner)
Trugen zum Obernzenner Gesundheitstag bei (von links): Günther Enzner, Vorsitzender des Diakonievereins „Oberer Zenngrund“, mit den Referenten des Nachmittags Martin Hundertschuh, Christa Hegwein-Schlegel, Angela Netal und Wolfgang Heide. (Foto: Helmut Meixner)
Trugen zum Obernzenner Gesundheitstag bei (von links): Günther Enzner, Vorsitzender des Diakonievereins „Oberer Zenngrund“, mit den Referenten des Nachmittags Martin Hundertschuh, Christa Hegwein-Schlegel, Angela Netal und Wolfgang Heide. (Foto: Helmut Meixner)

Der Obernzenner Gesundheitstag wendet sich vor allem der älteren Generation zu. Besprochen werden Themen, die Belange der Seniorinnen und Senioren tangieren, Fragen aufwerfen und so manchem der Besucherinnen und Besucher, die am Sonntagnachmittag zur 27. Auflage ins evangelische Gemeindezentrum gekommen waren, unter den Nägeln brennen.

Veranstalter waren, wie seit Jahrzehnten, der Diakonieverein „Oberer Zenngrund“ in Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft der Marktgemeinde.

„Wir richten uns bei der Themenauswahl gerne nach Ihren Wünschen“, betonte Krankenschwester Christa Hegwein Schlegel bei der Begrüßung der rund 40 Besucherinnen und Besucher. Der Themenschwerpunkt beim Treffen 2025 lautete folglich: Wie bleibe ich im Alter mobil? Und welche Gelegenheiten bieten sich, um in einer Gemeinde wie Obernzenn, die vom öffentlichen Nahverkehr recht stiefmütterlich behandelt wird, von Ort zu Ort zu gelangen?

Wenn die Reaktionszeit nachlässt

Hat man den Führerschein in der Tasche, führt kaum ein Weg am eigenen Auto vorbei, will man mobil bleiben. Offenkundig ist aber auch: Die Probleme älterer Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer häufen sich, allein schon deshalb, weil die bloße Anzahl der Senioren wächst. Gehör und Augen, aber auch die Reaktionszeit lassen im Alter nach. Hinzu kommt, dass die aktuell geltenden Verkehrsregeln an so mancher Stelle nicht mehr jenen entsprechen, die gegolten haben, als man vor Jahrzehnten den Führerschein erworben hatte. Stellt sich die Frage: Wie wird Fahrsicherheit heute definiert und was kann ich tun, damit ich meine Fahrtauglichkeit möglichst lange erhalten kann?

Mit diversen Tipps dazu wartete Fahrlehrer Wolfgang Heide auf. Zu seinen Ratschlägen zählten: Gehen Sie regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen, meiden Sie stressige und hektische Situationen, verzichten Sie, so es anders machbar ist, auf Fahrten bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter und setzen Sie sich nicht zur Hauptverkehrszeit ans Steuer.

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Unbegründete Angst

Unterstützung gibt es in Form eines Fahrsicherheitstrainings, einer Art des „begleiteten Fahrens“. „Wir geben Ihnen nach einer Fahrt durch vertraute Regionen objektiv Auskunft, wie es um ihr Fahrverhalten bestellt ist.“ Als Fahrlehrer unterliege man der Verschwiegenheitspflicht und gebe Erkenntnisse, ganz gleich zu welcher Ansicht bezüglich der Fahrtauglichkeit man gelange, so Heide, nicht an die Polizei weiter. Die Angst, den Führerschein nach einer Übungsfahrt zu verlieren, sei somit völlig unbegründet.

Will man nicht mehr regelmäßig selbst ans Steuer, bietet das NEA-Mobil, vor allem auf dem flachen Land, eine gute Gelegenheit, von Ort zu Ort zu gelangen. Wie es funktioniert und was es kostet, darüber informierte Martin Hundertschuh, der am Landratsamt für den öffentlichen Nahverkehr zuständig ist. Zu den wichtigsten Fakten zähle, dass das NEA-Mobil keinem festen Fahrplan unterliegt, die zehn zur Verfügung stehenden Fahrzeuge von Montag bis Samstag geordert werden können und eine Vorbestellung höchstens 72 Stunden vor dem Bedarfstermin möglich ist.

Abgerundet wurde der Tag von Allgemeinmedizinerin Angela Netal und Christa Hegwein Schlegel. Beide setzten sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit auseinander.


Von HELMUT MEIXNER
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