Die Städtische Wirtschaftsschule Ansbach hat eine große Blühwiese angelegt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.06.2025 12:03

Die Städtische Wirtschaftsschule Ansbach hat eine große Blühwiese angelegt

Den Abschluss ihres Projekts „Schau hin – mach’s nach“ begingen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8D an der Städtischen Wirtschaftsschule Ansbach. Zusammen mit den Lehrenden und den Projektbegleitenden fand im Mai 2025 die Schlussbesprechung der Natur-Aktion statt. (Foto: Martina Kramer)
Den Abschluss ihres Projekts „Schau hin – mach’s nach“ begingen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8D an der Städtischen Wirtschaftsschule Ansbach. Zusammen mit den Lehrenden und den Projektbegleitenden fand im Mai 2025 die Schlussbesprechung der Natur-Aktion statt. (Foto: Martina Kramer)
Den Abschluss ihres Projekts „Schau hin – mach’s nach“ begingen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8D an der Städtischen Wirtschaftsschule Ansbach. Zusammen mit den Lehrenden und den Projektbegleitenden fand im Mai 2025 die Schlussbesprechung der Natur-Aktion statt. (Foto: Martina Kramer)

Den Abschluss ihres Projekts „Schau hin – mach’s nach“ begingen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8D an der Städtischen Wirtschaftsschule. Zusammen mit den Lehrkräften und den Projektbegleitenden fand nun die Schlussbesprechung der Natur-Aktion statt.

Noch sieht das 60 Quadratmeter große Stück etwas wild aus: Ein Baumstumpf, ein Totholzhaufen, einige Nisthilfen, ein Hahn aus Stroh und ein paar verirrte gelbe Senfpflanzen, die wild aufgegangen sind. Trotzdem ist die Projektgruppe stolz auf das, was sie hier zusammen geleistet hat. Bald soll auf diesem schmalen Streifen bei der Wirtschaftsschule eine bunte Wiese blühen und sich eine belebte Artenvielfalt an Kleinlebewesen tummeln.

Gefördert worden ist dieses Projekt durch die bayernweite Initiative „Einmischen“ der Stiftung Wertebündnis des Landesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement Bayern. Diese Organisation hat sich zum Ziel gesteckt, Brücken zwischen Schulen und bürgerlichem Engagement zu schlagen, und richtet sich gezielt an Schulklassen der achten bis zehnten Jahrgangsstufen. Begleitend zum Workshop werden Themen wie Klimakrise, Demokratiegefährdung und Hass, Antidiskriminierung und soziale Gerechtigkeit behandelt.

Hilfestellung von vielen Seiten

Die Aktion habe sehr viel Spaß gemacht, bestätigen die Schülerinnen und Schüler beim Abschlussgespräch übereinstimmend. Begonnen hat die Arbeit an dem Rasenstück zu Beginn des Jahres. Um ein möglichst planvolles Vorgehen zu ermöglichen, waren zunächst vier Gruppen gebildet worden, die sich dem „Buddln“, Nisthilfenbauen, Aussäen, der Hahn-Skulptur und dem Backen von Kuchen widmeten. Letztere wurden privat zu Hause gefertigt und anschließend im Schulgelände verkauft. Das daraus erlöste Geld floss in das Projekt.

Hilfe bei dessen Verwirklichung leisteten die beiden ehrenamtlich tätigen „Einmischen“-Mitglieder Chantel Anderson und Karl Grotheer. Wirtschaftsschulleiterin Susanne Britz zeigte sich von der Aktion begeistert. „Uns als Schule ist es wichtig, ein Interesse für die Natur, für die Zusammenhänge und die Bedeutung derselben zu wecken.“ Sie sei stets bereit, umweltfreundliche Projekte zu fördern, wie etwa auch die Teilnahme an der Reinigungsaktion „Saub(ä)er“ am Beckenweiher durch die Stadt Ansbach.

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Pfarrerin und Religionslehrerin Steffi Beck-Seiferlein hat im Unterricht den Anstoß zu dieser Aktion gegeben. Auf sie geht auch die Idee mit dem großen mit Stroh ummantelten Hahn zurück, der in der biblischen Passionserzählung als Wächter der Zeit fungiert. Auch steht er als Symbol für naturnahes Handeln.

Basis aus Kies, Sand und neuer Erde

Weitere fachgerechte Begleitung des Workshops leisteten Susanne Wolf, Bund-Naturschutz-Leiterin der Ortsgruppe Ansbach, sowie Revierleiter Marc Fleischer (Bayerische Staatsforsten). Letzterer hat für die Anlieferung des großen Rotbuchen-Wurzelstocks für das Pflanzstück gesorgt. Darunter und in dem aus Obstbaumverschnitt bestehenden Totholzhaufen sollen sich Käfer ansiedeln. Kathrin Pollack, die als weitere Stellvertreterin des Oberbürgermeisters die Stadt Ansbach vertrat, berichtete, dass die Stadt den Abtransport der Grasnarbe geleistet. habe

Rund 30 Zentimeter tief ist gegraben worden, um die Basis aus Kies, Sand und neuer Erde für die Ansaat der Blumenwiese zu schaffen. Darauf ausbreiten sollen sich Pflanzen, die während der Wachstumsphase abwechselnd blühen. „Unsere Schreinerei hat die große Sperrholzplatte für den Hahn zur Verfügung gestellt“, erklärte ein Schüler der Gruppe. Viele Hände haben bei diesem Projekt zusammengearbeitet, das sich im Lauf des Jahres noch weiter entfalten wird.


Von Martina Kramer
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