In Schnelldorf (Landkreis Ansbach) brechen neue Zeiten an. Seit Freitag haben Bürgerinnen und Bürger häufiger als bisher die Möglichkeit, mit dem Zug nach Crailsheim oder in Richtung Nürnberg zu fahren.
Die S4, für die bis Samstag noch in Dombühl Schluss war, kommt ab sofort im Zwei-Stundentakt und fährt – ein Novum in Bayern – sogar weiter bis ins baden-württembergische Crailsheim. Die Premiere ließen sich Landrat Dr. Jürgen Ludwig, der Crailsheimer Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer und seine Bürgermeisterkollegen Tobias Strauß (Schnelldorf), Jürgen Geier (Dombühl) und Markus Liebich (Leutershausen) nicht entgehen und begrüßten am Sonntagvormittag eine der ersten S-Bahnen.
Richtig gefeiert wird laut einer Mitteilung in einer Woche: Am Samstag, 21. Dezember, laden der Landkreis Ansbach und die Gemeinde Schnelldorf zum „Gleisglühen am Bahnhalt“ ein. Dazu verwandelt sich der Platz am Vereinsgelände des Kleintierzuchtvereines, in direkter Nähe zum Bahnhalt Schnelldorf, in ein weihnachtliches Plätzchen mit Feuertonnen und Glühweinduft. Bei Livemusik von „1/4 Katze“, einer Grillwurst, guten Gesprächen und kurzen Ansprachen wird das neue Verkehrsangebot offiziell eingeweiht.
Bei der reinen Verlängerung der S-Bahn soll es nicht bleiben. Einhellig betonten die Kommunalpolitiker, sich weiterhin für bessere Verbindungen einzusetzen. Dies betrifft zum Beispiel auch eine engere Abstimmung der Bus- und Bahnverbindungen. Darüber hinaus bleibt es erklärtes Ziel, dass Fahrgäste, die in Schnelldorf ein- oder aussteigen, über kurz oder lang auch in den Genuss der zeitlich späteren S-Bahn-Verbindungen kommen.
Eine weitere Verbesserung gibt es schon jetzt, denn im Zuge der S-Bahn-Verlängerung wurde eine Buslinie, die den Bahnhof Schnelldorf anbindet, angepasst und im Angebot aufgewertet. Die Linie 817 verkehrt nun alle zwei Stunden auf der Achse Rothenburg – Insingen – Gebsattel – Diebach – Wettringen – Schnelldorf – Feuchtwangen als Expressverbindung.
In Schnelldorf besteht Anschluss vom und zum Zug von jeweils beiden Richtungen. Durch die schnellen Fahrzeiten (beispielsweise circa 20 Minuten von Insingen nach Schnelldorf) wird ein attraktives Angebot insbesondere für Pendlerinnen und Pendler geschaffen. Die bestehenden Fahrten im Schülerverkehr bleiben wie bekannt bestehen.