Mehr Wärme im Winter, mehr Frische im Sommer und ein besseres Raumklima: Die Stadt lässt seit Mai beim Erweiterungsbau der Luitpoldschule aus den 70er Jahren die Gebäudehülle energetisch sanieren. Läuft alles nach Plan, soll die Maßnahme bis zum Schuljahresbeginn 2024/25 abgeschlossen sein.
Der Startschuss für die energetische Sanierung fiel am 25. Mai. Seitdem wurden das Baufeld hergerichtet, eine Sandsteinmauer abgerissen und ein Gerüst aufgestellt, wie Anne Ziegler vom Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters mitteilt. Zudem wurde damit begonnen, den Teil der Fassade des Erweiterungsbaus abzudichten und zu dämmen, der sich im Boden befindet.
Auf der To-do-Liste der Arbeiter stehen im Anschluss noch viele weitere Aufgaben. So müssen etwa Öffnungen, die nicht mehr benötigt werden, zugemauert werden. Für Anfang Oktober sind der Abbruch des Dachaufbaus und die Erhöhung der Attika, eine wandartige Erhöhung der Außenwand über den Dachrand hinaus, geplant. Es folgen der Einbau einer neuen Lüftungsanlage und die Montage der neuen Fenster ab Februar 2024.
Zuvor müssen freilich die alten Fenster ausgebaut werden. Damit die Schüler dann aber nicht in der Kälte sitzen, werden als Übergangslösung Container aufgestellt. In einem weiteren Bauabschnitt folgen der Trockenbau, Putz- und Elektroarbeiten im Inneren des Gebäudes. Ab April 2024 sollen sich die Arbeiter nach den Auskünften der Stadtverwaltung schließlich um eine Vorhangfassade und das Wärmedämmverbundsystem kümmern.
Auch wenn Schüler und Lehrkräfte zunächst einmal die Baustelle ertragen müssen, profitieren sie dann ab dem Schuljahr 2024/25 von den Neuerungen. So führen der Einbau der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und die Wärmedämmung dazu, dass es im Winter im Gebäude wärmer ist und sich die Räume im Sommer nicht so schnell aufheizen. Hinzu kommt laut den Angaben Anne Zieglers, dass sich auch die Luftqualität verbessern soll. Ein positiver Nebeneffekt: Durch die Wärmedämmung soll künftig weniger Energie verbraucht werden.
Die Kosten sind derzeit mit rund 2,17 Millionen Euro veranschlagt. Die Maßnahme wird über das Finanzausgleichsgesetz, das Kommunalinvestitionsprogramm für Schulen und die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert. In Summe gibt es Zusagen für rund 1,55 Millionen Euro, sodass für die Stadt Ansbach ein Eigenanteil in Höhe von etwa 615.000 Euro verbleibt.
Da an der Schule ohnehin gebaut wird, nehmen die Verantwortlichen auch gleich Arbeiten im Rahmen des Bauunterhaltes für den Altbau in Angriff. Dazu zählen zum Beispiel die Teilsanierung von Klassen- und Fachräumen sowie die Aufarbeitung der Fassaden und Fenster. Hinzu kommen ein neuer Boden für die Turnhalle sowie die Erneuerung der Elektroverteilung und des Trinkwassernetzes.