Die Freiwillige Feuerwehr Flachslanden feierte ihr 150-jähriges Bestehen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 21.07.2025 19:23

Die Freiwillige Feuerwehr Flachslanden feierte ihr 150-jähriges Bestehen

Im Festzelt der FFW Flachslanden reichten nach dem Umzug die 2000 Sitzplätze nicht aus. Die Wehr feierte ihr 150-jähriges Bestehen. (Foto: Alexander Biernoth)
Im Festzelt der FFW Flachslanden reichten nach dem Umzug die 2000 Sitzplätze nicht aus. Die Wehr feierte ihr 150-jähriges Bestehen. (Foto: Alexander Biernoth)
Im Festzelt der FFW Flachslanden reichten nach dem Umzug die 2000 Sitzplätze nicht aus. Die Wehr feierte ihr 150-jähriges Bestehen. (Foto: Alexander Biernoth)

Beim Festzug ging es mit mehr als 2000 Teilnehmern durch den Ort. Danach würdigte Bürgermeister Hans Henninger den Einsatz so vieler Bürger für die Gemeinschaft.

Henninger bezeichnete es als „herausragende Leistung”, eine Feuerwehr über alle Höhen und Tiefen in den vergangenen 150 Jahren am Laufen gehalten zu haben. Die Gründung der FFW Flachslanden erfolgte am 22. Juli 1875 auf Initiative des Lehrers und Kantors Erhard Schneider. Dieser „wackere Schulmann“, wie er in der Festschrift genannt wird, konnte 73 Männer aus Flachslanden als Gründungsmitglieder gewinnen.

In der Gründungsversammlung wurde Schneider auch zum ersten Vorsitzenden gewählt, und der Gastwirt Friedrich Streng wurde der Hauptmann der neuen Wehr. Die Gründungsmitglieder mussten ihre Mützen und Feuerwehrjoppen noch aus eigener Tasche bezahlen.

Bei der Beschaffung der übrigen Ausrüstung lag der Fokus darauf, sie von heimischen Handwerkern anfertigen zu lassen. Beim Sattlermeister Franz Sebald beispielsweise wurden 20 handgearbeitete Steigergurte bestellt. Der Zeugwart Pfänder, der in Flachslanden als Schmiedemeister tätig war, wurde beauftragt, zehn Steigerbeile anzufertigen, und sein Mitbewerber, der Schmiedemeister Sturm, erhielt einen Auftrag zur Produktion von weiteren zehn Steigerbeilen.

Schuldscheine für die erste Ausrüstung

Insgesamt wurden für die Gründungsausrüstung der Wehr 579 Gulden ausgegeben, wovon 260 Gulden mit der Ausgabe von Schuldscheinen finanziert wurden. Am 1. Oktober 1876 traf die erste von der Gemeinde beschaffte „Löschmaschine“, eine Feuerwehrspritze, mit 250 Meter Schläuchen ein.

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Nach dem Zweiten Weltkrieg war Leonhard Hufnagel eine herausragende Führungspersönlichkeit der FFW Flachslanden. Er wurde 1949 Kommandant, und 1962 wurde er zum Kreisbrandinspektor ernannt. 1972 wurde Hufnagel Bürgermeister von Flachslanden, und auch in diesem Amt blieb er der Feuerwehr sehr verbunden, wie es anerkennend in der Festschrift heißt.

Seit 2012 ist Stephan Kraheberger der Kommandant, und seit 2024 steht Nico Klein als Vorsitzender an der Spitze. Seit 2018 gibt es eine Kinderfeuerwehr in Flachslanden und seit mehr als 30 Jahren schon eine Jugendfeuerwehr. Die FFW Flachslanden verfügt über fünf Einsatzfahrzeuge, darunter ein Rüstwagen, ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) und ein Tanklöschfahrzeug. Heuer wurde noch ein Versorgungs-Lkw angeschafft.

„Unglaublich, was ihr hier geleistet habt”

Bürgermeister Hans Henninger lobte nach dem Festzug die Verantwortlichen der FFW für die Organisation des Festwochenendes. „Unglaublich, was ihr hier geleistet habt“, so Henninger. Er erinnerte an den großen Bauerntag mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Er gratulierte der Wehr zur neuen Vereinsfahne, die im Festzug erstmals mitgeführt wurde. Im Rahmen des Feuerwehr-Jubiläums wurde diese erste eigene Fahne geweiht. Dies geschah im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes mit Pfarrerin Elisabeth Franz-Chlopik und Priesteramtskandidat Daniel Hartmann.

Neben Bürgermeister Hans Henninger gratulierten auch Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Kreisbrandinspektor Gerd Meier sowie Vertreter der befreundeten Feuerwehr aus Triberg im Schwarzwald zum 150-jährigen Bestehen der Wehr.


Von Alexander Biernoth
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