Die Freien Wähler Herrieden schicken Werner Jung aus Rauenzell bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 als Kandidat für das Bürgermeisteramt ins Rennen. Der 60-Jährige will die scheidende Dorina Jechnerer beerben.
Im Zuge der Nominierungsversammlung der Stadtratsbewerberinnen und -bewerber gaben die anwesenden 13 Wahlberechtigten dazu einmütig ihr Votum ab. Werner Jung ist 60 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Seit nunmehr 20 Jahren ist er im Bereich Gebäudemanagement der Realschule Herrieden tätig. Vorher arbeitete Werner Jung als Techniker in leitender Position in einem Großbetrieb für Isolierung und Brandschutz in Würzburg.
Seine Erfahrungen und sein Umgang mit den Menschen haben bei ihm schon seit vielen Jahren das Interesse geweckt, das Amt des Herrieder Bürgermeisters anzustreben, betonte Werner Jung in der Vorstellungsrunde. Im Falle eines Wahlerfolges wolle er versuchen, die Ideen der Freien Wähler in Zusammenarbeit mit den Fraktionen umzusetzen.
Der Vorsitzende der Freien Wähler Herrieden und Versammlungsleiter Dr. Christian Enz stellte in den Raum, dass seine Gruppierung in der zu Ende gehenden Stadtratsperiode etwa 80 Prozent der vorgenommenen Ziele umsetzen konnte. Unter anderem nannte er das große Thema Stadtschloss, wofür man einen Kompromiss gefunden habe. „Wir wollten den großen Saal bauen, wenn wir genügend Geld haben“, betonte Enz und verwies auch auf die geplante Landesgartenschau, die aufgrund der unsicheren finanziellen Lage der Stadt gescheitert sei.
Nicht glücklich sei man mit dem Neubau der Turnhalle. Zudem kritisierte er den seines Erachtens schlechten Umgang mit dem Personal im Rathaus. Enz schlug vor, als Freie Wähler selbstbewusst anzutreten und eine möglichst starke Liste für die Kommunalwahl aufzustellen. Nachdem sich die anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten vorgestellt hatten, erfolgte die Abstimmung über die Reihenfolge auf der Liste.
Insgesamt standen sieben Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung. Die Liste wird vom Bürgermeisterkandidaten Werner Jung angeführt. Auf den weiteren Plätzen folgen Gaby Rauch, Heiko Christ, Martin Hirsch, Klaus Rupprecht, Maria Rauch und Angelika Schuster.
Die Wahl erfolgte in Blockabstimmung und wurde einmütig bestätigt. Um die insgesamt 20 Listenplätze auszunutzen, werden die ersten sechs Platzierten dreimal und die Siebtplatzierte Angelika Schuster zweimal auf der Liste aufgeführt, erklärte Vorsitzender Christian Enz. Er bewertete die Liste als ausgewogen, sei es im Hinblick auf das Alter der Kandidierenden oder bei den Berufen. Als Beauftragte der Freien Wähler für die Kommunalwahl wurden einstimmig Klaus Rupprecht und als dessen Stellvertreterin Gaby Rauch gewählt.