Schwerkranke zu begleiten, Sterbenden nahe zu sein und Angehörige zu unterstützen, dies ist das Aufgabenfeld von Hospizbegleitern. Dazu bedarf es Frauen und Männern, die sich für diesen Dienst speziell schulen lassen. Die Hospizgruppe Dinkelsbühl bietet die entsprechende Ausbildung an.
Wie es in einer Pressemitteilung heißt, wird diese wieder in Zusammenarbeit mit der Hospizakademie Nürnberg und dem Hospizverein in Uffenheim abgehalten. Wer sich für die ehrenamtliche Hospizarbeit interessiert, kann sich bei der Vorsitzenden der Dinkelsbühler Gruppe, Hannelore Weißmann, melden. Sie erteilt unter den Telefonnummern 09835/96888 oder 0171/1814517 weitere Auskünfte. Die Ausbildung sei für die angehenden Begleiter kostenfrei, betont Weißmann. Start ist bereits im März.
Für Schwerstkranke, Sterbende sowie deren Angehörige da zu sein, erfordere die Bereitschaft, sich auf andere Menschen und ihre Situation einzulassen, macht Weißmann deutlich. „Eine gesunde Selbsteinschätzung, Wissen und Einfühlsamkeit gehören dazu, doch auch Zeit und Ausdauer.“ Die angehenden Hospizbegleiter müssen Teamfähigkeit mitbringen, genauso wie die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren. „In welchem Umfang, das bleibt jedem selbstverständlich frei überlassen“, erläutert Hannelore Weißmann.
Die insgesamt 100 Stunden umfassende Ausbildung wird in diesem Jahr einmal im Monat stattfinden. Jeweils am Freitagnachmittag und den ganzen Samstag über werden die Interessierten geschult.
Themen wie die Wahrnehmung am Krankenbett, das Einschätzen von Situationen, die Rahmenbedingungen der häuslichen Pflege, Fragen der Patientenverfügung oder Trauer und Abschied würden durch Fachleute näher gebracht und erörtert. Zur Ausbildung gehören im Weiteren verbale und nonverbale Kommunikation, ethische und religiöse Anschauungen in der Sterbebegleitung, Gesprächsführung sowie Möglichkeiten und Grenzen der Begleitung.
Im vergangenen Dezember feierte die Hospizgruppe Dinkelsbühl ihr 25-jähriges Bestehen. „Trotz der langen Zeit sind immer noch Gründungsmitglieder im Einsatz“, berichtet Hannelore Weißmann. Etliche Grundausbildungen haben die Verantwortlichen der Hospizgruppe in den zurückliegenden Jahren bereits angeboten.