Diakonieverein startet in Wilhermsdorf sein soziales Bauprojekt in der Hauptstraße | FLZ.de

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Veröffentlicht am 23.01.2026 16:00

Diakonieverein startet in Wilhermsdorf sein soziales Bauprojekt in der Hauptstraße

Die Häuser Hauptstraße 29 und 31 in Wilhermsdorf (hier vom Hof aus gesehen) werden vom Diakonieverein in ein medizinisches Zentrum und in barrierefreie Wohnungen verwandelt.<br>Aktuell werden die alten Gebäude entkernt.  (Foto: Heinz Wraneschitz)
Die Häuser Hauptstraße 29 und 31 in Wilhermsdorf (hier vom Hof aus gesehen) werden vom Diakonieverein in ein medizinisches Zentrum und in barrierefreie Wohnungen verwandelt.
Aktuell werden die alten Gebäude entkernt. (Foto: Heinz Wraneschitz)
Die Häuser Hauptstraße 29 und 31 in Wilhermsdorf (hier vom Hof aus gesehen) werden vom Diakonieverein in ein medizinisches Zentrum und in barrierefreie Wohnungen verwandelt.
Aktuell werden die alten Gebäude entkernt. (Foto: Heinz Wraneschitz)

An Stelle der alten Gebäude Hauptstraße 29 und 31 entstehen ein medizinisches Zentrum und barrierefreie Wohnungen mitten im unter Ensembleschutz stehenden Ortskern. Der Diakonievereins St. Johannes Wilhermsdorf und Kirchfarrnbach (DVW) spricht von einem „Leuchtturmprojekt für soziale Verantwortung“.

DVW-Vorstandsmitglied Udo Zill muss ein Stein vom Herzen gefallen sein, als dem Verein vor einiger Zeit per Erbschaft eine Mitglieder-Spende zugesprochen wurde. Denn schon seit über elf Jahren bemühen sich Zill und einige andere um die Neugestaltung und -nutzung der vereinseigenen Liegenschaft mit schwierigen Grundrissen.

Überlegungen gibt es bereits seit 2014

Bereits 2014 hatten der Vorstand und die Ausschussmitglieder des DVW beschlossen, dort eine Tagespflegeeinrichtung zu errichten. Aufgrund der damaligen Bevölkerungsstatistik war ein Bedarf von bis zu 16 Tagespflegeplätzen erwartet worden; Tendenz steigend. „Doch trotz intensiver Bemühungen konnte bis 2022 kein wirtschaftlich tragfähiger Betreiber gefunden werden“, heißt es vom DVW nun.

Die Wende kam durch jene Erbschaft im sechsstelligen Bereich: Dadurch sei „eine neue, umfangreichere Planung möglich geworden“. Nun steht fest: Die beiden Gebäude werden entfernt und – abgestimmt mit dem Denkmalschutz – „mit an die historische Struktur der Hauptstraße angepassten Giebeln neu errichtet“, erklärt Udo Zill; „dadurch wird das Ortsbild bewahrt und aufgewertet“.

Barrierefreiheit nur durch Abriss erreichbar

Ohne Abriss wäre zudem keine barrierefreie Verbindung der beiden Häuser möglich gewesen. Das aber war Voraussetzung, um das geplante medizinische Zentrum mit drei modernen Arztzimmern ebenerdig und barrierefrei auszustatten. Einziehen wird dort nach DVW-Angaben das bislang im Nachbarhaus Hauptstraße 27 residierende Medic-Center. Das bekomme einen Zugang vom rückwärtigen Rockelshof aus, was „insbesondere für Rettungsfahrzeuge für eine spürbare Verkehrsentlastung sorgen“ werde.

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Das neue Nutzungskonzept hat auch einen im Januar 2024 gestellten Antrag auf „Einkommensorientierte Förderung von Mehrfamilienhäusern” (EOF) beim Freistaat möglich gemacht. Selbst wenn der nach zwei Jahren Bearbeitungszeit von Mittelfrankens Regierung noch nicht genehmigt sei: Wenigstens der „vorzeitige Maßnahmenbeginn“ wurde laut Zill kürzlich bewilligt.

Bürgermeister erhofft sich Belebung des Innenorts

Für die Marktgemeinde freut sich Bürgermeister Uwe Emmert (CSU): „Dass die beiden alten Gebäude einer Neunutzung zugeführt werden, ist eine Belebung des Innenorts. Außerdem kann so die Arztpraxis, also eine wichtige Infrastruktureinrichtung, dauerhaft und barrierefrei gesichert werden. Und gleichzeitig wird noch ebenfalls barrierefreier Wohnraum im Innenort geschaffen.“

Erste Aktivitäten sind schon von außen wahrzunehmen: Im Röckelshof sind Container aufgestellt, in die Bauarbeiter den Schutt aus der Entkernung füllen. Danach folgt der Abriss. „Die Fertigstellung und der Bezug der Neubauten sind für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Während der Bauzeit wird es voraussichtlich zu Einschränkungen im Bereich der Hauptstraße und des Fußwegs zum Festplatz kommen“, heißt es vorsorglich vom Bauherrn DVW.


Von Heinz Wraneschitz [HEINZ WRANESCHITZ] (heinz.wraneschitz@t-online.de)
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