Der Männerchor von Monte Soprano singt für die Windsbacher | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.12.2025 19:30

Der Männerchor von Monte Soprano singt für die Windsbacher

Stellten die CD von Monte Soprano vor (von links): Klaus Bucka, Karl-Friedrich Beringer, Hans-Michael Routschka und Elmar Stollberger. (Foto: Thomas Wirth)
Stellten die CD von Monte Soprano vor (von links): Klaus Bucka, Karl-Friedrich Beringer, Hans-Michael Routschka und Elmar Stollberger. (Foto: Thomas Wirth)
Stellten die CD von Monte Soprano vor (von links): Klaus Bucka, Karl-Friedrich Beringer, Hans-Michael Routschka und Elmar Stollberger. (Foto: Thomas Wirth)

„Blick hinter die Sterne” heißt die neue CD von Monte Soprano, dem Ehemaligen-Verein der Windsbacher. Der Verein will damit die Windsbacher unterstützen. „Das ist uns ein echtes Anliegen”, sagt Elmar Stollberger, der Vorsitzende. Ein Euro pro verkauftem Exemplar geht an die Fördergesellschaft der Windsbacher.

Dass ehemalige Windsbacher für Windsbacher singen, hat Tradition: Mit dem neuen Album legt der Monte-Soprano-Männerchor das fünfte vor. Eine Doppel-CD zum Jubiläum in diesem Jahr ist es geworden. Der Ehemaligen-Verein feierte im Mai sein 20-jähriges Bestehen. Ein Konzert in der Ansbacher Gumbertuskirche gab er aus diesem Anlass auch. Auf der Jubiläumsproduktion ist das Beste dieses Konzertes festgehalten – und des Auftritts zwei Jahre zuvor.

Das Beste aus zwei Konzerten

Jubiläumswürdig ist auch das Konzert 2023 gewesen. Die Aufnahmen, die der Feuchtwanger Kirchenmusiker Hans-Michael Routschka gemacht hat, dokumentieren es auf der CD. Die Programme für beide Konzerte zusammengestellt hat Karl-Friedrich Beringer. Er hat sie mit dem Chor erarbeitet und als Dirigent aufgeführt.

Die meisten Sänger kennt er seit ihrer Kindheit. Beringer, der 2012 in den Ruhestand ging, hat 34 Jahre den Windsbacher Knabenchor geleitet und zu Weltruhm geführt. Seinen unverwechselbaren Stil, seine Kunst der Textausdeutung, den Windsbacher Klang während seiner Ära – man hört als das beim Monte-Soprano-Männerchor weiterhin, nur ohne Knabenstimmen eben.

Das Doppelalbum „Blick hinter die Sterne” bietet knapp zwei Stunden Musik. Klassiker der Männerchorliteratur wie „Am Brunnen vor dem Tore“ oder „O Täler weit, o Höhen“ sind darunter, aber auch Ersteinspielungen, etwa die Brahms-Stücke „Der Gang zum Liebchen“ und der „Gang zur Liebsten“. Beide hat Klaus Bucka neben anderen Sätzen meisterlich für Männerchor arrangiert.

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„Musica“ von Helmut Duffe wurde das erste Mal seit seiner Entstehung vor 45 Jahren wieder aufgeführt. Eine besondere Note verleiht auch Fabian Pablo Müller den Programmen mit seinen Saxophon-Improvisationen. Sie stimmen auf die einzelnen Chorstücke ein und verbinden sie.

„Blick hinter die Sterne”

„Blick hinter die Sterne” ist außerdem eine Premiere für Monte Soprano. Der Ehemaligen-Verein produzierte und vertreibt die Doppel-CD erstmals selbst, da sich Anton Gedon, der bisherige Produzent, aus Altersgründen zurückgezogen hat. Der Verein arbeitete mit den renommierten Bauer Studios in Ludwigsburg zusammen und ließ 3000 Exemplare herstellen.

Der Titel des Albums geht auf einen Ausspruch von Kent Nagano zurück, erläutert Karl-Friedrich Beringer. Er hatte einst dem berühmten Dirigenten eine CD der Windsbacher mit seiner Aufnahme von Brahms' „Deutschen Requiem” gegeben. Nach dem Anhören meinte Nagano tief beeindruckt, dass er einen „Blick hinter die Sterne” getan hätte.


Thomas Wirth
Thomas Wirth
Redakteur im Ressort „Kultur“
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