Das Kunst-Netzwerk zwischen Dinkelsbühl und Edenkoben wird weitergesponnen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 24.03.2025 20:14

Das Kunst-Netzwerk zwischen Dinkelsbühl und Edenkoben wird weitergesponnen

Gastgeber und Gäste im Sonderausstellungsraum des Hauses der Geschichte (von links): Michaela Steigelmann aus Edenkoben, Philip Schürlein, Leiter des Touristik Service Dinkelsbühl, Marika Fünffinger, Lutz Schoenherr und Josef Willerich (alle Edenkoben) sowie Sabine Nollek und Evelyn Frey, die die Dinkelsbühler Kunstszene repräsentierten. (Foto: Markus Weinzierl)
Gastgeber und Gäste im Sonderausstellungsraum des Hauses der Geschichte (von links): Michaela Steigelmann aus Edenkoben, Philip Schürlein, Leiter des Touristik Service Dinkelsbühl, Marika Fünffinger, Lutz Schoenherr und Josef Willerich (alle Edenkoben) sowie Sabine Nollek und Evelyn Frey, die die Dinkelsbühler Kunstszene repräsentierten. (Foto: Markus Weinzierl)
Gastgeber und Gäste im Sonderausstellungsraum des Hauses der Geschichte (von links): Michaela Steigelmann aus Edenkoben, Philip Schürlein, Leiter des Touristik Service Dinkelsbühl, Marika Fünffinger, Lutz Schoenherr und Josef Willerich (alle Edenkoben) sowie Sabine Nollek und Evelyn Frey, die die Dinkelsbühler Kunstszene repräsentierten. (Foto: Markus Weinzierl)

Die Partnerschaft zwischen Dinkelsbühl und Edenkoben in der Pfalz bildet die Basis, auf der sich Künstlerinnen und Künstler beider Städte im Rahmen einer Initiative vernetzen und in den Austausch treten. Derzeit sind vier Gäste aus Edenkoben in Dinkelsbühl und stellen im Rahmen der „ART inter REGIONAL“ eine Auswahl ihrer Werke aus.

Bis einschließlich Montag, 21. April, geben Marika Fünffinger, Michaela Steigelmann, Josef Willerich und Lutz Schoenherr im Sonderausstellungsraum des Hauses der Geschichte einen Einblick in ihr Schaffen. Es ist die zweite Auflage dieses Ausstellungsformates. Den Auftakt hatten im vergangenen Jahr Tina Bönsch, Sabine Nollek und Mo Schweizer von der Dinkelsbühler Künstlergruppe Art+Farbe gemacht, als sie in der Pfalz ihre Arbeiten zeigten.

Die Gäste der Vernissage in Dinkelsbühl konnten sich bei einem Konzert von Marie Szelwis und Timo Rach auf das Kunstereignis einstimmen lassen. Die beiden Studierenden der Musikhochschule Würzburg nahmen die Zuhörerinnen und Zuhörer im Innenhof des Museums mit auf eine musikalische Reise durch die Epochen. Zu den Liedern über die Liebe gab es Wein aus Edenkoben.

Weitere Partnerstädte werden eingebunden

Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer hob in seinem Grußwort hervor, dass es Anliegen kommunaler Partnerschaften sei, Menschen zusammenzubringen. In diesem Fall seinen Kunst und Kultur das Verbindende. Spannend finde er, dass das neu geschaffene Netzwerk weiter wachsen solle. Was das bedeutet, erläuterte Lutz Schoenherr, der auf das Entstehen der Initiative einging und von „großen Plänen“ sprach. Denn Dinkelsbühl und Edenkoben pflegten ja ihrerseits auch noch andere Partnerschaften, die in den künstlerischen Austausch mit einbezogen werden könnten. Und so könnte beispielsweise das finnische Porvoo irgendwann auch zu Gast in der Pfalz sein.

Im Sonderausstellungsraum trat anschließend der Leiter des Touristik Service, Philip Schürlein, in den Dialog mit den Ausstellenden. Marika Fünffinger malt in Aquarell. Ihre Inspiration holt sie sich, wie sie erläuterte, bei Reisen. Besonders angetan haben es ihr die abendlichen Lichtstimmungen Marokkos. Lutz Schoenherrs Arbeiten entstehen im Siebdruckverfahren. Er teilt große Bildmotive in kleine Elemente. Bei seinen 324 Wegzeichen befasste er sich mit der scheinbar ausweglosen Lage während der Pandemie.

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Workshops an vier Samstagen

Josef Willerich formt seine Kunstwerke aus Holz. Er arbeite aus der freien Hand heraus, erzählte er bei der Vernissage. Das Motiv entsteht also beim Bearbeiten, wobei sich Willerich vom Faserverlauf lenken lässt. Michaela Steigelmann hat schon früh mit dem Malen begonnen. Mit ihrer Kunst will sie ihre Stimmungen ausdrücken, legt aber auch Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen.

Während der Ausstellungszeit geben die vier Kunstschaffenden samstags in Dinkelsbühl Workshops: Am 29. März können Interessierte mit Lutz Schoenherr Siebdrucke herstellen, am 5. April hält Marika Fünffinger einen Aquarell-Schnupperkurs, am 12. April heißt es bei Josef Willerich „Erlebnis Holzkunst“ und am 19. April geht es um Acryl-Malen mit Michaela Steigelmann. Die Workshops finden jeweils von 13 bis 17 Uhr im Alten Bauhof statt. Anmeldungen sind unter der Mailadresse ute.heiss@dinkelsbuehl.de möglich.

Im Haus der Geschichte können Interessierte ebenfalls aktiv werden: Jeder Besucher darf mit einem schwarzen Stift auf einer riesigen Leinwand eine horizontale Linie ziehen. Das daraus entstehende Kunstwerk mit dem Titel „black lines“ wird bei der Finissage am 21. April zerteilt. Die Einzelteile werden bis auf drei versteigert, wobei der Erlös für den Verein „ART inter REGIONAL“ bestimmt ist.

Die drei verbleibenden Elemente werden verlost. Bei der Verlosung mit dabei sind die Teilnehmenden an einer Schnitzeljagd, bei der in der Dinkelsbühler Innenstadt Wegzeichen gefunden werden müssen. Die Anmeldekarten liegen im Haus der Geschichte aus.

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