Der Vergleich passt ins Bild: Was als zartes Pflänzchen begann, hat sich inzwischen zu einer nachhaltigen Plantage entwickelt. Bei der vierten Auflage der Messe rund um Nachhaltigkeit, Regionalität, Klimaschutz und Energiesparen wird das Thema Familie nun stark betont. Das findet sich nicht nur im neuen Namen der Ausstellung wieder.
„Nature & Family” lautet der neue Titel der Ausstellung, die am 28. September von 11 bis 18 Uhr wieder auf dem Firmengelände des BGU-Baumarkts in Brodswinden stattfindet und mit rund 30 Ausstellern aus der Region so viele Angebote wie noch nie bereithält. „Wir sind voll und haben bereits Ausstellern absagen müssen”, erklärte BGU-Chef Daniel Stiegler zu der gestiegenen Attraktivität der Messe, die an einen verkaufsoffenen Sonntag gekoppelt ist.
Neu im Programm der Nachhaltigkeitsveranstaltung ist auch der Schwerpunkt für Familien. In diesem Bereich bietet die Stadt Ansbach in Zusammenarbeit mit dem Landkreis verschiedene Angebote, die über Förderprogramme informieren, den Hitzeschutzaktionsplan erklären oder auch das Programm der Koordinierungsstelle für Familienbildung erläutern. Zudem gibt es laut Oberbürgermeister Thomas Deffner Ratgeber zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen oder auch Messgeräte, die etwa Wärmebrücken in Häusern nachweisen können.
Zudem wird „Familienglück Ansbach” wichtige Angebote und Möglichkeiten für junge Familien präsentieren. Von der Begleitung der Schwangerschaft über Sportkurse für Mütter bis hin zur Baby-Massage oder Tanzkursen für die Kinder. Zudem besteht die Möglichkeit, sich über die aktuellen Möglichkeiten von Baby-Tragen zu informieren.
Zusätzlich zum verkaufsoffenen Sonntag wird wieder der beliebte Kinderbasar des Kindergartens Lenauweg im ersten Stock der BGU stattfinden. Neben Baby- und Kinderbekleidung finden sich ab 13 Uhr Schuhe, Spielzeug und Gebrauchsgegenstände im Angebot. Wer noch etwas verkaufen möchte, muss sich im Vorfeld allerdings als Helfer registrieren lassen, teilten die Verantwortlichen des Fördervereins mit.
Von allen verkauften Waren geht ein prozentualer Anteil an den Kindergarten. Im Vorjahr kamen so rund 7500 Euro zusammen, die für ein Spielhaus und eine Wasserspielanlage Verwendung fanden. Da der Andrang in den Vorjahren sehr stark war, ist der Zugang beschränkt. Über einen QR-Code erfolgt zunächst die Anmeldung, ehe dann vor Ort über das Handy eine Eintrittsberechtigung verschickt wird. Als weitere Attraktionen finden sich eine Kinderhüpfburg sowie Alpakas, die gestreichelt werden dürfen.
Im Bereich Natur und Nachhaltigkeit der Messe finden sich bei der vierten Auflage „etwa doppelt so viele Aussteller wie im ersten Jahr”, zeigte sich Daniel Stiegler angetan von der inzwischen vorhandenen Vielfältigkeit. Hundertprozentig nachhaltig produzierte Möbel finden sich genau wie lokal hergestellte Lebensmittel jeglicher Couleur oder auch grüne Baumaterialien. Was das ist? Zum Beispiel ökologischer Holzschutz, also Bio-Farben ohne Konservierungsstoffe auf Basis natürlicher Öle.
Eine Firma aus der Region wird einen neu entwickelten Pflanzendünger vorstellen, der nicht in der üblichen Granulatform ausgebracht wird, sondern direkt über den Gartenschlauch verteilt werden kann. Außerdem informieren Photovoltaik-Anlagefirmen über verschiedene Angebote, eine Kräuterpädagogin stellt Wohlfühl-Düfte vor und neuartige Modulhäuser öffnen ihre Eingangstüren. „Spannend” findet der Gastgeber auch das Angebot eines Imkers, Bienenstöcke für den Hausgebrauch zu leasen und damit quasi eigenen Honig zu produzieren. Auch das gab es bei der „Nature & Family” noch nie.