Das polnische Bier kam bei den vielen Gästen des dritten Deutsch-Polnischen Bierfests im Biergarten der Alten Kelterei sehr gut an. Die Fässer der Amber-Brauerei aus Uffenheims Partnerstadt Kolbudy mit der hellen Biersorte Żywe und mit dem dunklen Koźlak waren leer.
Thomas Gröschel, Vorsitzender des Deutsch-Polnischen Partnerschaftsvereins (DPPV), war überwältigt vom Zuspruch, den das Fest erhalten hatte. „Es wird eine vierte Auflage geben“, kündigte er an. Nicht nur das süffige Bier, das Essen und die Musik vom „Ohrwurm“ trugen zum Erfolg bei, sondern auch die Gäste selbst, die allesamt gut gelaunt waren.
Die polnischen Biere stammten von der Brauerei Amber, die ihren Sitz in Bielkówko hat, einem Ortsteil von Uffenheims Partnerstadt Kolbudy. Seit 1994 wird in der Familienbrauerei Bier gebraut. In Uffenheim wurden neben Żywe und Koźlak vom Fass auch drei Flaschenbiere angeboten. Die Amber-Brauerei und die Gemeinde Kolbudy hätten das Fest in Uffenheim wieder großzügig unterstützt, betonte Gröschel. Er freute sich, dass sowohl Vertreter der Gemeinde als auch Vertreter des Partnerschaftsvereins Kolbudy-Europa angereist waren. Im Gepäck hatten sie auch eine Spezialität: Schmalzbrote mit Gurke.
Dritte Bürgermeisterin Ruth Halbritter, die den aus Anlass des 25. Partnerschaftsjubiläums mit der französischen Partnerstadt Egletons nach Frankreich gereisten Bürgermeister Wolfgang Lampe vertrat, freute sich ebenso wie Gröschel über den Zuspruch, den das Fest fand. Sie wertete dies als Zeichen der Wertschätzung für diese Partnerschaft.
Ihr Dank galt allen, die dafür sorgen, dass die Partnerschaft so gut funktioniert. Namentlich würdigte sie den Vereinsvorsitzenden Gröschel und sein Team, aber auch Kolbudys Bürgermeister Wójt Marek Goliński und seinen beiden anwesenden Vorgängern Andrzej Chruścicki und Dr. Leszek Grombala, der 2006 die Partnerschaft mitbegründet hatte, sowie dem Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Kolbudy-Europa, Jerzy Kreft.
Seit 19 Jahren wachse der freundschaftliche Kontakt zwischen Kolbudy und Uffenheim. „Es gibt viele persönliche Freundschaften“, sagte Halbritter. Man tausche Erfahrungen aus und lerne Land und Leute kennen. Dazu zähle auch Essen und Trinken. Deshalb freue sie sich, bei schönstem Wetter in wunderbarer Umgebung polnisches Bier genießen zu können. „Das ist eine Bereicherung für uns alle“, meinte die amtierende Bürgermeisterin. Lobend hob sie den Schüleraustausch hervor, der sehr wichtig für die Partnerschaft sei.
„Schmeckt das polnische Bier?“, stellte Marek Goliński eine Frage, auf die er von den Besucherinnen und Besuchern des Festes ein vielstimmiges Ja als Antwort erhielt. Es sei ein großes Fest für die Partnerschaft, deren 20-jähriges Bestehen im nächsten Jahr in Kolbudy gefeiert wird, sagte er.
Goliński hatte aber auch ernste Worte dabei, als er von „schwierigen Zeiten in Europa“ sprach. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei eine Probe für uns. „Wir müssen zeigen, was Freundschaft heißt“, sagte Goliński. Freundschaft und Freiheit seien sehr wichtig. „Drücken wir zusammen die Daumen für Freiheit und Frieden für die Ukraine“, betonte Kolbudys Bürgermeister.
Jerzy Kreft lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen und sprach von einem Abend mit Freunden. Bezirksrat Hans Henninger, zuständig für die Regionalpartnerschaften mit Polen, würdigte die Partnerschaftsaktivität der Stadt Uffenheim, die neben Kolbudy auch Partnerschaften mit Egletons (Frankreich) und Pratoveccio-Stia (Italien) unterhält. Gröschel dankte dem Bezirk für die Unterstützung der Partnerschaften.