Das Ansbacher Stadt- und Jugendblasorchester feierte Jubiläum mit Filmmusik | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.03.2026 18:30

Das Ansbacher Stadt- und Jugendblasorchester feierte Jubiläum mit Filmmusik

Das Stadt- und Jugendblasorchester gab unter der Leitung von Mark Sirok ein fulminantes Jubiläumskonzert im voll besetzten Onoldiasaal. (Foto: Martina Kramer)
Das Stadt- und Jugendblasorchester gab unter der Leitung von Mark Sirok ein fulminantes Jubiläumskonzert im voll besetzten Onoldiasaal. (Foto: Martina Kramer)
Das Stadt- und Jugendblasorchester gab unter der Leitung von Mark Sirok ein fulminantes Jubiläumskonzert im voll besetzten Onoldiasaal. (Foto: Martina Kramer)

Ganz große und bekannte Melodien standen auf dem Programm des Frühlingskonzertes am Samstagabend. Titelsongs bekannter Filme spielte das Stadt- und Jugendblasorchester Ansbach zu seinem 40-jährigen Bestehen: ein fulminantes musikalisches Ereignis im voll besetzten Onoldiasaal.

Ausdrucksstark und bisweilen bombastisch sind diese Kompositionen, die meist für Hollywood-Produktionen geschaffen worden sind. Und deshalb für ein rund 50-köpfiges Orchester, in dem bis auf ein Schlagzeug ausschließlich Bläser wirken, bestens geeignet. Dabei kam neben der großen Besetzung auch das Nachwuchsorchester zum Zuge, das an diesem Abend aus 15 Mitwirkenden bestand.

Die Leitung dieses großen Konzertes hatte Mark Sirok inne, seit Herbst 2024 Nachfolger von Ernst Berendes, der 38 Jahre das Orchester führte. Das Programm des Abends kommentierte Moderator Christian Laubert, der interessante Erläuterungen zu den jeweiligen Filmen lieferte.

Musik fürs Drachenzähmen

Mit einer relativ neuen Melodie eröffnete der Konzertreigen. Um die Trainingsmethoden eines Sauriers geht es in dem 2010 erschienenen Animationsfilm „How to Train Your Dagon“. Ein opulentes Werk, dessen Melodie John Powell geschrieben hat.

Ein kleiner Ausflug in ein europäisches Filmmekka der 1960er und 1970er Jahre stand beim nächsten Stück auf der Playlist. Einer der ganz großen Filmkomponisten, dessen Melodien meist beim ersten Ton erkennbar sind, kam hier zum Zuge: Ennio Morricone. „Il Trello“ ist das musikalische Emblem des italienischen Western-Klassikers „Zwei glorreiche Halunken“. Schließt man die Augen, sieht man Clint Eastwood, Lee van Cleef und Eli Wallach durch die Mojave-Wüste – eigentlich die Taberna-Wüste bei der spanischen Stadt Almería – reiten.

Gewaltige Sounds zu dem Action-Film „The Rock“ ertönten im Anschluss. Diese Gemeinschaftskomposition von Hans Zimmer, Nick Glennie-Smith und Harry Gregson-Williams fordert mit ihrem abwechslungsreichen Arrangement das Orchester zu Bestleistungen heraus.

Bei den nächsten drei Kompositionen war das Nachwuchsorchester an der Reihe. Es gab kurze Interpretationen zu dem Film „The Lion King“, zu dem Elton John die Hauptmelodie geschrieben hat, zu „Aladdin“, zu dem Alan Menken den Titel komponiert hat, und zu „Pirates of the Caribbean“, wiederum von Hans Zimmer musikalisch begleitet.

Von „Robin Hood” bis zu „Gladiator”

Nach der Pause kam die Vertonung der Costnerschen Robin-Hood-Variante zum Zuge, geschaffen von Michael Kamen. „Gabriellas Song“ von Stefan Nilsson interpretierte anschließend die Sängerin Elena Dorn. Noch einmal ganz pompös wurde es zum Ausklang: dunkel, bedrohlich, aufwühlend die Melodien zum dramatischen Geschehen um Russell Crowe in „Gladiator“.

Eine Überraschung bot die erste Zugabe: Mark Sirok übergab den Taktstock an Ernst Berendes für das überaus bekannte Rocky-Thema „Gonna Fly Now“. Darauf folgten noch zwei Stücke unter der Leitung des jungen Nachfolgers: die ebenso neckische wie weltbekannte Melodie von „Pink Panther“ sowie ein Abschluss-Medley mit populären deutschen Hits. Ein mitreißendes Konzert zum runden Geburtstag.


Von MARTINA KRAMER
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