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Darum faulen die Äpfel heuer schnell

Landwirt Johann Schwarzbeck und Apfelkönigin Anna Sauber beantworteten in Buhlsbach Fragen rund um das unbefriedigende Obstjahr. (Foto: Fritz Arnold)
Landwirt Johann Schwarzbeck und Apfelkönigin Anna Sauber beantworteten in Buhlsbach Fragen rund um das unbefriedigende Obstjahr. (Foto: Fritz Arnold)
Landwirt Johann Schwarzbeck und Apfelkönigin Anna Sauber beantworteten in Buhlsbach Fragen rund um das unbefriedigende Obstjahr. (Foto: Fritz Arnold)

Ideale Bedingungen herrschten beim Streuobsttag der Kommunalen Allianz NorA in Wernsbach und Buhlsbach im nördlichen Landkreis Ansbach. Die reifen Äpfel strahlten am Erntedankfestsonntag in der Sonne, als Barbara Stadlinger die Gäste durch ihren Schauobstgarten am Hang mit Blick über Wernsbach und bis Weihenzell führte.

Angelegt hat ihn Barbara Stadlinger 2015, nachdem sie ein Jahr zuvor eine Ausbildung zur Baumwartin in Triesdorf gemacht hatte. Von den rund 100 Sorten sind 80 Äpfel. Dazu kommen Wildobst und Beerenarten.

Auch viele Zwetschgenbäume tragen nicht

Immer wieder wurde gefragt, warum viele Apfel- und Zwetschgenbäume in diesem Jahr nicht tragen. Und wo doch Äpfel dranhängen, sind diese vielfach wurmig und vorzeitig heruntergefallen. Andere faulen rasch. Hauptgrund war die Trockenheit im Juni, so dass die Apfelwickler ein leichtes Spiel hatten. Ihre Raupen gelten als Schädlinge für die Äpfel. An anderen Bäumen waren erst gar keine Früchte dran, weil die Apfelblütenstecher, eine Käferart, nach dem milden Winter im großen Stil zu Beginn der Blüte zustachen.

Rasch geklärt war auch die Frage, warum die Bäume mit gelb leuchtenden und fast reifen Quitten voll hingen, während bei den meisten Apfelbäumen Fehlanzeige herrscht: die Quitten blühten erst viel später im Mai, als das nasskalte Frühjahr vorbei war.

Pomologen aus Triesdorf und Altkatterbach

Neben Barbara Stadlinger standen für die Beantwortung von Fachfragen auch Baumwarte aus Triesdorf sowie als Apfelkundler die Pomologen Friedrich Renner aus Triesdorf und Johann Steinmetz aus Altkatterbach bei Wilhermsdorf zur Verführung.

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Wie man Obst als Saft und Most verwerten kann, zeigten der Obst- und Gartenbauverein Wernsbach und die Produzenten des „Einheimischen“ (Burgbernheim) und „Hesselberger“, die auch Kostproben boten. Wem das Knacken von Walnüssen und Haselnüssen zu viel Mühe macht, dem präsentierte Reinhard Heinrich aus Iphofen, wie mit einfacher selbst gebastelter Technik die Arbeit erleichtert werden kann.

Ein Minimum an Behandlung ist nötig

Nicht voll biologisch wie in Wernsbach wird am Saisonhof in Buhlsbach gearbeitet. Aber dass Qualitätsobst erzeugt werden kann, wie es die Konsumenten wünschen, sei doch ein Minimum an Behandlungen nötig, erläuterte Senior Johann Schwarzbeck. Die Durchfahrten mit der Pflanzenschutzspritze hat er im Vergleich zu den Profis in Südtirol um zwei Drittel reduziert, damit die Früchte nicht wurmig und schorfig sind.

In der Apfelanlage mit 2000 Bäumen der Familie Schwarzbeck stehen 20 verschiedene Sorten. Am gefragtesten bei den Kunden sind „Rubinola“ und „Santana“, den auch Apfel-Allergiker problemlos verspeisen können.

War das nasskalte Frühjahr und die Sommertrockenheit ab Mitte Mai schlecht für das Obst, so ist die Witterung derzeit positiv, erzählte Johann Schwarzbeck, denn der Wechsel zwischen Kälte in der Nacht und Sonne tagsüber macht den Früchten rote Backen.


Von Fritz Arnold
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