Cook Ray’s Gone bringt Flower-Power nach Immeldorf | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.12.2023 08:00

Cook Ray’s Gone bringt Flower-Power nach Immeldorf

Er prägt Cook Ray's Gone: Armin „Sasi“ Kratzer. (Foto: Jens Plackner)
Er prägt Cook Ray's Gone: Armin „Sasi“ Kratzer. (Foto: Jens Plackner)
Er prägt Cook Ray's Gone: Armin „Sasi“ Kratzer. (Foto: Jens Plackner)

Musik mit starken Einflüssen aus der Hippiezeit hat in der Immeldorfer Kultkneipe „Weißes Roß“ Tradition. Ja, sie ist wohl bundesweit einer der wenigen Hotspots für den Kult um die Flower-Power-Zeit. Der grandiose Auftritt der fränkischen Band Cook Ray’s Gone am Samstag beweist, dass diese Musik immer noch gefragt ist.

Cook Ray’s Gone ist inspiriert von der Blütezeit der Rockmusik der 1960er- und 1970er-Jahre, bezeichnet sich selbst als Neo-Psychedelic-Rockband und bringt das unbeschwerte Lebensgefühl dieser Zeit authentisch auf die Bühne – und ins Ohr.

Sechs Musiker, ein Spirit

Die sechs Musiker kommen ursprünglich aus dem östlichen Umland von Nürnberg, sind mittlerweile bis Hamburg verstreut, treffen sich jedoch alle zwei Wochen zur Probe und um neue Songs zu entwickeln. Seit 2014 spielen sie in der aktuellen, festen Besetzung, haben sich ihren Spirit zur Improvisation erhalten, obwohl ihre Songs jetzt konzeptionelle Meisterwerke sind, die mit den vergangenen und aktuellen Größen diese Genres locker mithalten können.

Ihre Songs verschmelzen sphärischen Prog-Sounds, enthalten viele Facetten von Afrobeat, indischen Tonleitern oder orientalischen Rhythmen, sowie Blues- und Funkelemente. Die Jam-Band-Ausrichtung zeigt sich dennoch überdeutlich, denn die Songs bleiben spontan und aktiv dem Leben zugewandt.

Souveräne Session

Die Band reagiert souverän auf Einflüsse aus dem Publikum, führt das Konzert in eine lebendige Party mit mannigfaltiger Möglichkeit intensiv sich im Tanz an der Session zu beteiligen. Das erlaubt der Band, organisch auf Störungen, etwa die ein bisschen instabile Elektroversorgung in der Kneipe, zu reagieren, hinterlässt somit keine Lücken, die die stetig steigende Stimmung im Publikum zum Einsturz bringen würden.

Musikalisch sind alle der sechs Bandmitglieder erstklassig. Geprägt wird die Band jedoch vom Sänger und Perkussionisten Armin „Sasi“ Kratzer. Der beherrscht den Raum, verliert und verausgabt sich in den Songs, sucht dabei stets präsent die Interaktion mit dem Publikum und treibt der Konzert-Flow voran.

Seine Mitstreiter bleiben eng an ihm dran, machen ohne Ausnahme das, was gerade angesagt ist, lieben spürbar ihre Musik und die Bühne. Der Sound wird getragen von der „Gitarren-Armee“ der drei ausgezeichneten Gitarristen. Schlagzeug, Bass und die aus Djembe, Bongos, diversen Glöckchen und anderen Soundobjekten bestehende Percussion, bilden eine stetige, gesunde Basis, die ideenreich das ihrige zum guten Sound tut. Einfach nur toll.

Arbeiten an neuer CD fast abgeschlossen

Die Location in Immeldorf kennt die Band seit einigen Jahre, war mehrfach hier aktiv, sowohl in der Kneipe als auch beim Open Air. Cook Ray’s Gone gehört zu den gefragten Bands der Szene. Auftritte beim Nürnberger Bardentreffen, beim Nürnberger Südstadtfest, beim Wudzdog Open Air und auf vielen Club-Kleinkunstbühnen zeigen den starken regionalen Bezug, der Publikum wie Band wunschlos glücklich machen.

Sänger Armin „Sasi“ Kratzer hat für das neue Jahr folglich nur wenig Wünsche: „Neue Scheibe, neue Live-Auftritte und ein paar neue, geile Songs“. Das wird sich zweifellos erfüllen, und die Arbeiten an der neuen, fünften CD sind fast schon abgeschlossen. Und nach Immeldorf kommt Cook Ray’s Gone sicherlich im neuen Jahr. Die starke Fangemeinde aus unserer Region wird dies freuen.


Von Jens Plackner
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