Florian Bremm hat sein großes Ziel nicht erreicht. Bei seiner ersten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft verpasste der Colmberger das Finale über 5000 Meter.
Der 25-Jährige trat im ersten von zwei Vorläufen an. Im 70.000 Zuschauer fassenden Nationalstadion in Tokio hielt er sich bei verhaltenem Tempo lange im großen Feld auf, das die ersten Kilometer bei mäßigem Tempo hinter sich brachte.
Knapp vor der 4000-Meter-Marke wurde das Tempo höher und für Bremm ergab sich eine Lücke zur Führungsgruppe, die er nicht mehr schließen konnte. Nach 13:31,09 Minuten erreichte er als 16. das Ziel.
13:14,87 Minuten waren nötig, um einen der acht Plätze im Finale zu erreichen. Den verpasste überraschend auch der Schwede Andreas Almgren, der als Neunter ins Ziel kam. Sieger wurde der Belgier Isaac Kimeli in 13:13,06 Minuten.
Der große Tag begann für Bremm, der früher für den TV Leutershausen und mittlerweile für den LSC Höchstadt startet, mit einer lockeren Einheit auf dem Laufband. Nach dem Aufwärmen ging es dann knapp eine Stunde vor dem Rennen schon in den Callroom, von wo die Läufer auf die Bahn geleitet werden.
Bremm hat sich in den vergangenen Jahren konstant gesteigert und seine Bestzeit auf 13:09 Minuten verbessert.
Im zweiten Anlauf schaffte er es 2023 in die Spitzensportförderung der bayerischen Polizei und kann seinen Sport seither unter Profibedingungen ausüben. In der Vorbereitung auf die WM absolvierte Bremm Trainingslager unter anderem in Südafrika und der Schweiz. Zu seiner Erlanger Trainingsgruppe Running Gags gehört auch Niklas Buchholz, WM-Starter über 3000 Meter Hindernis.
Bremm holte 2023 und 2024 die nationalen Titel über 5000 Meter. In diesem Jahr musste er sich bei der Deutschen Meisterschaft dem langjährigen Rivalen Mohamed Abdilaahi (Cologne Athletics) im Endspurt knapp geschlagen geben.
Im Vorjahr holte Bremm den DM-Titel über die 3000 Meter in der Halle und nahm an der Europameisterschaft in Rom teil. Mit Platz 23 dort in 13:42 Minuten über 5000 Meter war er jedoch nicht zufrieden.