Für Gerhard Wachmeier war die Wahl gestern die berühmte „gmahde Wiesn“. Ohne Gegenkandidat wurde er mit 96,3 der abgegebenen Stimmen zum neuen Bürgermeister der Marktgemeinde Colmberg gewählt.
Wachmeier zeigte sich in einer ersten Stellungnahme „höchst zufrieden“ – auch mit der Wahlbeteiligung von 51,65 Prozent. Aus seiner Sicht ist das ein „sehr guter Wert“. Schließlich „ging es ja um wenig, bei nur einem Kandidaten“.
Mehr als 900 Bürgerinnen und Bürger haben ihre Stimme abgegeben, berichtete Wahlleiter Andreas Funk. Nur gut 30 Wähler notierten einen anderen Namen auf dem Wahlzettel. Kein Name wurde besonders häufig genannt, so Funk.
Am Montag, 3. Februar, hat Wachmeier bereits seinen ersten Arbeitstag auf seinem neuen Posten. Mit dem 96-Prozent-Ergebnis kann er die nächsten sieben Jahre mit viel Rückenwind angehen. Er ist länger als die üblichen sechs Jahre im Amt. 2032 sollen die Wahlen von Gemeinderat und Bürgermeister wieder am selben Tag stattfinden.
Die vorgezogenen Wahlen in Colmberg waren nötig geworden, weil der bisherige Bürgermeister Wilhelm Kieslinger aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aufhören musste. Kieslinger wäre auf der Liste auch der erste Nachrücker für den Marktgemeinderat. Doch wird er diese Aufgabe nicht annehmen. Nächster auf der Liste ist Hans Fetz.
Wachmeier weiß, worauf er sich mit seiner Kandidatur eingelassen hat. Er hat in den vergangenen zwei Jahren Kieslinger bereits regelmäßig vertreten. Erstes großes Projekt wird der Bau der Gemeinschaftskläranlage für Colmberg, Geslau und Windelsbach. Noch im Februar soll Baubeginn sein.