Der Anspruch für die Betreuung von Kindern im Grundschulalter gilt ab dem Schuljahr 2026/27 für die erste Klassenstufe. Für die Gemeinde im Landkreis Ansbach bedeutet er große Herausforderungen. Ein Anbau wird nötig.
Bürgermeister Wilhelm Kieslinger möchte das neue Angebot auf dem Konzept der bewährten Mittagsbetreuung aufbauen. Nach seinen Worten wurde dort „ein hoher Standard“ erreicht. Die stufenweise Einführung des bundesweiten Ganztagsanspruchs wird mit dem Schuljahr 2026/27 zunächst für die erste Klassenstufe gelten. Drauf folgend wird der Rechtsanspruch für die Klassenstufen zwei bis vier erweitert und ab 2029 allen Kindern der ersten bis vierten Klasse zustehen. Der Bund wird den Ländern 3,5 Milliarden Euro für Investitionen bereitstellen und sich auch an den laufenden Ausgaben beteiligen.
Nach Gesprächen mit der Regierung von Mittelfranken zeichnet sich für Colmberg die Notwendigkeit eines Anbaus ab. Für die Küche sowie eine Mensa zur Bereitstellung der vorgeschriebenen Mittagsverpflegung wurde ein Bedarf von etwa 120 Quadratmetern ermittelt. Die Kosten hierfür werden auf rund eine Million Euro veranschlagt, wobei „rund 300.000 Euro bei der Gemeinde bleiben“, so der Bürgermeister.
Die Mandatsträger machten sich insbesondere um die „Barrierefreiheit“ der Schule Gedanken. Ob die Zahl der zu betreuenden Kinder schon absehbar sei, wollte Gemeinderat Christian Unbehauen wissen. Weiter regte er an, das Erdgeschoss und die Aula zu nutzen, um einen Aufzug zu vermeiden.
Seitens der Verwaltung wird eine tiefer gehende Bedarfsanalyse erfolgen. Derzeit geht man von ungefähr 100 Kindern aus. Zur detaillierten Umsetzung des Neubaus forderte Bürgermeister Kieslinger auf, „sich Gedanken zu machen“.