Citywerkstatt Ansbach: Mit diesen Mitteln will sie die Innenstadt beleben | FLZ.de

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Veröffentlicht am 14.12.2025 06:30

Citywerkstatt Ansbach: Mit diesen Mitteln will sie die Innenstadt beleben

Sie weisen auf Aktionen der Citywerkstatt hin (von links): Oberbürgermeister Thomas Deffner, IHK-Geschäftsstellenleiterin Karin Bucher, der Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt, Christoph Albrecht, und Projektkoordinator Gregor Heilmaier. (Foto: Oliver Herbst)
Sie weisen auf Aktionen der Citywerkstatt hin (von links): Oberbürgermeister Thomas Deffner, IHK-Geschäftsstellenleiterin Karin Bucher, der Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt, Christoph Albrecht, und Projektkoordinator Gregor Heilmaier. (Foto: Oliver Herbst)
Sie weisen auf Aktionen der Citywerkstatt hin (von links): Oberbürgermeister Thomas Deffner, IHK-Geschäftsstellenleiterin Karin Bucher, der Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt, Christoph Albrecht, und Projektkoordinator Gregor Heilmaier. (Foto: Oliver Herbst)

Die Arbeit der Citywerkstatt Ansbach steht bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Stadt hoch im Kurs. Die Initiative zugunsten der Innenstadt soll weitergehen. Ein Schwerpunkt des Engagements liegt auf dem Eigentümerdialog in Sachen Immobilien. Von ihm versprechen sich die Beteiligten viel.

Anfang 2022 gingen das Gremium Ansbach in der IHK Nürnberg für Mittelfranken und die Stadt mit der Citywerkstatt-Initiative an die Öffentlichkeit. „Ich glaube, das hat eine gelungene Entwicklung genommen”, stellt Oberbürgermeister Thomas Deffner heute fest. Jüngstes Beispiel für Aktionen sei das „Ansbacher Adventsschaufenster 2025“. Die Lange Einkaufsnacht am 6. Dezember habe ebenfalls gut eingeschlagen.

Die „Verzahnung” mit dem Tourismus

Stolz auf die Initiative „und darauf, dass das jetzt schon so lange läuft”, zeigt sich die Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Ansbach, Karin Bucher. IHK und Stadt als Partner böten den Rahmen, aber das Machen liege bei den Händlerinnen und Händlern oder Gastronominnen und Gastronomen.

Die beiden Partner allerdings bringen in die Citywerkstatt richtig Arbeit ein. Dies legt der Projektkoordinator der Citywerkstatt, Gregor Heilmaier, dar. Das Positive an der Citywerkstatt betont er gerade in einer Zeit, in der man in Deutschland eher etwas schwarzmale. Die Partner wollten das Projekt unbedingt und stünden auch Gegenwind durch, denn „jeder ist nicht dafür”.

Der Oberbürgermeister betont: „Die Citywerkstatt ist zwischenzeitlich gut verankert.” Dafür würdigt er alle Akteurinnen und Akteure. Außerdem geht er auf die „Verzahnung” mit dem Tourismus und den Eigentümerdialog ein.

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Das „extrem überschaubare” Angebot

Zwei Veranstaltungen des Eigentümerdialogs liefen schon, die dritte kündigt sich an, wie Gregor Heilmaier informiert. Dieser befasse sich mit der Herausforderung, dass ein entsprechendes Angebot an nutzbaren Räumlichkeiten vorliegen müsse, wenn man weiteren Handel und Gastronomie in die Stadt bringen will.

Diese müssten die richtige Größe sowie eine brauchbare technische Grundausstattung haben und „in einem Zustand sein, der nicht der Sanierung bedarf”. Das Angebot dafür sei „extrem überschaubar”. Der Eigentümerdialog will laut Gregor Heilmaiers Worten die privaten Eigentümerinnen und Eigentümer ermutigen, hier zu handeln, und ihnen den Weg skizzieren.

Es geht um die gesamte Immobilie

Eine, einen oder zwei von ihnen möchte die Citywerkstatt beispielhaft dabei begleiten, wenn sie ihre Immobilie sanieren. Ziel sei, im Erdgeschoss Handel oder Gastronomie und oben Wohnungen nach aktuellem Standard zu bekommen. „Wir wollen nicht nur auf die Erdgeschosse schauen, sondern auch auf die Gesamtimmobilie”, führt der Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt, Christoph Albrecht, aus.

Zu Beginn hörte sich die Citywerkstatt eher nach einem zeitlich begrenzten Instrument an, um die Innenstadt zu beleben. Inzwischen sieht es nach etwas Dauerhaftem aus. Aus IHK-Sicht sagt Karin Bucher: „Wir würden das sehr gerne verstetigen, nur die Ideen müssen natürlich da sein.”

Die Gelder sind erneut im Haushalt

Oberbürgermeister Deffner pflichtet ihr bei. Im jüngst mit breiter Mehrheit verabschiedeten Haushalt fürs nächste Jahr „sind auch die Gelder der Citywerkstatt wieder unverändert drin”, also 50.000 Euro, stellte er fest. Auch für die nächsten Jahre blickt er positiv in die Zukunft.

Was die Akteurinnen und Akteure der Innenstadt betrifft, schildert Gregor Heilmaier die Situation zum Citywerkstatt-Start. „Nicht jeder hat mit jedem geredet, und wir haben jetzt eine Situation, in der zumindest die meisten miteinander reden.” Wenn Menschen zusammenarbeiten, lernten sie sich kennen und redeten nicht mehr über-, sondern miteinander.

Eine Anlaufstelle für Ideen im Internet

Christoph Albrecht berichtet von einer Anlaufstelle für Ideen im Internet an. Damit sei es möglich, diese in Projekten aufzugreifen und ergänzende Teams auf die Beine zu stellen. „Es gibt erste Überlegungen in Richtung Lange Einkaufsnächte im nächsten Jahr.”

Vor Jahren löste sich der Verein Citymarketing Ansbach auf – ohne eine Nachfolge. „Die Zeit der großen Vereinigungen scheint eher vorbei zu sein”, erklärt Gregor Heilmaier dazu. Gerne dagegen brächten sich Gewerbetreibende in konkreten Projekten wie bei der Citywerkstatt ein. Positiv bewerten er und Christoph Albrecht einen lockeren Zusammenschluss wie die Gewerbeinitiative „MiteinANder – füreinANder“.

Ideen können im Internet unter www.citywerkstatt-ansbach.de eingereicht werden.

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