Hop-on-Hop-off-Busse wird es bei der Landesgartenschau (LGS) 2027 in Bad Windsheim nicht geben – zumindest nicht in der ursprünglich angedachten Form. Dafür könnte eine Bimmelbahn als Shuttle für die Gäste eingesetzt werden. Zudem sollen im Bereich Külsheim 800 Parkplätze entstehen.
Rüdiger Eckardt, der Geschäftsführer der LGS Bad Windsheim, betont auf Nachfrage unserer Redaktion, dass der geplante Bustransfer mit Hop-on-Hop-off-Bussen in der ursprünglich vorgesehenen Ausführung nicht funktioniere. Besucherinnen und Besucher müssten darin durch die Stadt zum Gelände kutschiert werden, das benötige Zeit. Ein Bus würde folglich nicht ausreichen. Man brauche mindestens drei, damit nicht allzu viele Beschwerden bezüglich der Wartezeiten kämen. Außerdem sei ein solches Konzept „sehr teuer“ und auch ein Anbieter dafür „schwer zu finden“, fügt Robert Sitzmann vom LGS-Team an.
Er erläutert, dass man sich ein Shuttle in die Innenstadt vorstellen könne, das unter anderem Gäste zur Blumenhalle bringen könnte, die in der Seekapelle untergebracht werden soll. Dieses Shuttle sei für Leute gedacht, die die Strecke fußläufig nicht so einfach bewältigen können. Als Alternative könnte er sich auch eine Bimmelbahn vorstellen.
Diese werde dann aber weder im Kurpark noch im Landschaftspark fahren, sondern wirklich nur zwischen Eingang und Stadt pendeln. Die Gehwege auf dem Gelände seien nicht dafür ausgelegt, dass eine solche Bahn ständig zwischen den Gästen herumfahre, erklärt Eckardt. Auch müsse man erst einen Anbieter finden.
Und wo sollen die täglich bis zu 15.000 Gäste parken? Eine mögliche Kooperation mit der Gießerei Heunisch komme laut Eckardt nicht zustande. Aber ganz in der Nähe sei eine große Fläche, auf der man rund 800 Parkplätze anlegen will, ergänzt Sitzmann. Die Strecke von dort zu den Eingängen der Landesgartenschau und des dazugehörigen Landschaftsparks sei zu Fuß „sehr gut machbar“, betont Sitzmann. Aktuell seien noch keine Verträge unterzeichnet, aber: „Es gibt Verhandlungen und es sieht vielversprechend aus“, betont Eckardt.
Gleichwohl hoffe man aber darauf, dass viele Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit nutzen, mit dem Zug anzureisen. Auch hier sei man in Verhandlungen mit der Deutschen Bahn. Diese erweisen sich, wie Eckardt gesteht, allerdings als „zäh“. Beispielsweise hoffe man darauf, dass die Züge so fahren, dass der Umstieg an den nicht barrierefreien Bahnhöfen Neustadt und Steinach dennoch barrierefrei erfolgen kann. So könne man sich etwa vorstellen, dass Umsteigegleise gegenüberliegen. Dass die Bahn mehr Züge einsetzt oder weitere Wagen anhängt, da sei man dran. Jedoch fürchtet Eckardt, dass diese Verhandlungen nicht zum Erfolg führen werden.