Burkerin veröffentlicht ein Mutmachbuch für Kinder | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.02.2024 19:39

Burkerin veröffentlicht ein Mutmachbuch für Kinder

Die Illustratorin Elena Bauer aus Burk hat ein Buch veröffentlicht, mit dem sie das Selbstvertrauen von kleinen Leserinnen und Lesern stärken will. Zusammen mit ihrer Freundin Nadja Hofer hat sie Workshops rund um das Buch entwickelt. Mit ihrem Angebot touren die beiden gerade durch verschiedene Einrichtungen. (Foto: Lisa-Maria Liebing)
Die Illustratorin Elena Bauer aus Burk hat ein Buch veröffentlicht, mit dem sie das Selbstvertrauen von kleinen Leserinnen und Lesern stärken will. Zusammen mit ihrer Freundin Nadja Hofer hat sie Workshops rund um das Buch entwickelt. Mit ihrem Angebot touren die beiden gerade durch verschiedene Einrichtungen. (Foto: Lisa-Maria Liebing)
Die Illustratorin Elena Bauer aus Burk hat ein Buch veröffentlicht, mit dem sie das Selbstvertrauen von kleinen Leserinnen und Lesern stärken will. Zusammen mit ihrer Freundin Nadja Hofer hat sie Workshops rund um das Buch entwickelt. Mit ihrem Angebot touren die beiden gerade durch verschiedene Einrichtungen. (Foto: Lisa-Maria Liebing)

„Glaube an dich!“ – diese wertvolle Botschaft will die Burkerin Elena Bauer in die Welt hinaustragen. Sie selbst hatte lange mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Nun hat sie ein „Mutmachbuch“ für Kinder veröffentlicht und ihr berufliches Glück gefunden.

Was wären wir wohl alle, wenn es den gesellschaftlichen Druck nicht gäbe? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Kinderbuch „...Und singende Eulen gibt's ja wohl!“ für Kinder ab vier Jahren. Die Eule Holli singt leidenschaftlich gern und wird dafür von den anderen Tieren, die sich nachts in ihrer Ruhe gestört fühlen, heftig kritisiert. Das macht die Eule traurig, bis sie jemanden kennenlernt, der alles verändert.

Elena Bauer ließ ihre eigene Reise einfließen

In der Geschichte hat die Autorin Elena Bauer ihre eigene Reise von ihrer Unsicherheit zur beruflichen Erfüllung einfließen lassen. Die 38-Jährige ist in Roßtal im Landkreis Fürth geboren und lebt seit zehn Jahren mit ihrer Familie in Burk. Ihren Abschluss hat sie an der Nürnberger Lothar-von-Faber-Schule mit der Fachrichtung Gestaltung gemacht. Anschließend hat sie bei einer Werbeagentur in Heilsbronn eine Ausbildung zur Mediengestalterin absolviert und wurde dort übernommen. Während dieser Zeit habe ihr vor allem das Illustrieren große Freude bereitet, sagt sie.

In Folge eines Stellenabbaus verlor sie allerdings ihre dortige Anstellung und was danach folgte, waren zahlreiche Arbeitgeberwechsel in unterschiedlichen Branchen. So richtig wohl habe sie sich damals, mit Anfang 20, nirgends gefühlt. „Ich wollte nie gerne zur Arbeit gehen“, erklärt die Autorin, „Also ich habe meine Arbeit zwar gewissenhaft erledigt, aber es war für mich immer nur ein Muss, ein Zwang.“

„Ich dachte, ich wäre nicht gut genug”

Als sie dann bei einem weiteren Arbeitgeber erneut Opfer des Stellenabbaus wurde, fingen die Selbstzweifel an. „Ich dachte, ich wäre nicht gut genug. Alle anderen sind ihren Weg gegangen und ich hab es einfach nicht auf die Reihe gebracht“, erzählt sie.

2018 folgte dann mit der Geburt ihres Sohnes Hannes und der anschließenden Elternzeit eine Wende im Leben der Burkerin. Bereits in der Schwangerschaft habe sie wieder angefangen zu zeichnen und ihre Leidenschaft für die kreative Arbeit wiedergefunden. Als sie für ihren Sohn zum ersten Geburtstag ein Buch mit Tierbildern gestaltete, kam das in ihrem Umfeld so gut an, das die Idee entstand, mit ihren Illustrationen Geld zu verdienen.

Das Herz liegt beim Zeichnen

Gesagt, getan. Sie meldete ein Kleingewerbe an und verkaufte ihre selbstillustrierten Arbeiten. „Ich habe damals zusätzlich noch den Bereich Mediengestaltung, beispielsweise das Entwerfen von Flyern, mit angeboten, da das eben Geld einbringt, habe dann aber schnell gemerkt, dass mein Herz wirklich nur beim Zeichnen liegt.“

Anfang letzten Jahres hat sie sich dann auf „Illustrationen, die Kinder stärken“ spezialisiert und auch keine anderen Aufträge mehr angenommen. „Seitdem tut sich wahnsinnig viel, seitdem ich so klar bin mit meinem Leben, was ja wirklich lange gedauert hat“, betont die 38-Jährige.

Geburtsstunde der kleinen Eule Holli

Um als Illustratorin auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, benötigte Bauer ein Portfolio mit eigenen Zeichnungen, um sich bei Verlagen vorstellen zu können. Das war die Geburtsstunde der kleinen Eule Holli, deren Name sich ihr Sohn ausgedacht hat. Sie fertigte mehrere Illustrationen von Holli an und überlegte sich eine Geschichte dazu. „Es ist mir absolut nicht schwer gefallen, mir etwas auszudenken. Weil der Weg der Eule, der beschreibt ja auch meine Erfahrung, dass es wichtig ist, herauszufinden, was einen wirklich erfüllt im Leben. Man muss sich selbst treu bleiben und an sich glauben.“ Aus den Zeichnungen samt Text ist ein – wie sie selbst sagt – „Mutmachbuch“ für Kinder entstanden.

Doch damit war ihr „Herzensprojekt“ noch nicht abgeschlossen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Nadja Hofer, Lehrerin und Coach aus Oberdachstetten, hat sie altersgerechte Workshops rund um das Buchthema entwickelt. Zu Beginn gebe es immer eine interaktive Lesung, bei der die Textpassagen durch große Papieraufsteller veranschaulicht werden, erklärt sie. Im Anschluss wird dann der Inhalt der Geschichte gemeinsam mit den Kindern gezielt aufgearbeitet, um das Selbstbewusstsein der Jungen und Mädchen zu stärken.

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