Bürgerversammlung in Uffenheim: Glasfaser, Haushalt und alte Kanäle auf der Agenda | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.02.2026 20:30

Bürgerversammlung in Uffenheim: Glasfaser, Haushalt und alte Kanäle auf der Agenda

Kanalsanierungen oder Kanalerneuerungen sind derzeit vielerorts Thema, wie hier in Dietersheim. Auch in Uffenheim wird das noch zu einem „Riesenthema”.  (Symbolbild: Nina Daebel)
Kanalsanierungen oder Kanalerneuerungen sind derzeit vielerorts Thema, wie hier in Dietersheim. Auch in Uffenheim wird das noch zu einem „Riesenthema”. (Symbolbild: Nina Daebel)
Kanalsanierungen oder Kanalerneuerungen sind derzeit vielerorts Thema, wie hier in Dietersheim. Auch in Uffenheim wird das noch zu einem „Riesenthema”. (Symbolbild: Nina Daebel)

Abwasserkanäle als „Riesenthema”, Probleme mit der umsetzenden Firma in Sachen Glasfaser und die Herausforderungen mit dem Haushalt: Bürgermeister Wolfgang Lampe machte in der Bürgerversammlung einen thematischen Rundumschlag. Doch zumindest beim Etat ist Lampe zuversichtlich, heuer keine größeren Probleme zu haben.

„Den Schuldenstand musste ich leider hochsetzen”, betonte der Bürgermeister. Das sei vor allem der großen Zahl der Pflichtprojekte geschuldet. Kläranlage oder die Kindergartenerweiterungen: All diese Vorhaben seien alternativlos gewesen, genauso wie die nun erneut anstehende Aufstockung des Offenen Ganztags an der Schule. Zwar gab es für die Projekte in der Regel gute Fördermittel, doch bis die fließen, dauert es. „Das müssen wir zwischenfinanzieren”, sagte Lampe. „Wir müssen Kredite aufnehmen und dafür Zinsen zahlen.”

Als ein klassisches Beispiel für kommunale Benachteiligung nannte der Bürgermeister das Aus der Straßenausbaubeitragssatzung. Durch die finanzielle Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner sei in der Vergangenheit so manches Straßenprojekt finanzierbar gewesen. Doch jetzt bekommt die Stadt eine jährliche Pauschale von rund 63.000 Euro vom Freistaat für die Trassen. „Damit bringen Sie vielleicht zehn Meter Straße hin.”

Alleine 250.000 Euro für die Planung

Ein „Riesenthema, das uns in den nächsten Jahren beschäftigen wird”, werden schon bald die Kanäle sein, kündigte Wolfgang Lampe an. Die meisten wurden nach dem Krieg errichtet und gerieten mehr und mehr an ihre Belastbarkeitsgrenze. Alle 20 Jahre sei eine hydraulische Überrechnung nötig, schon bald stehe wieder eine Befahrung an – mit Blick auf Schäden und Kapazität. Wenn wenig kaputt sein sollte, seien Inliner-Verfahren nötig, „sonst wird es teurer”.

Alleine die Planung dafür schlägt aber schon mit rund 250.000 Euro, „da sind aber noch keine Reparaturkosten drin”. Deshalb drückte Lampe die Hoffnung aus, dass vielleicht ja gar nicht allzu viel kaputt ist – grenzte die Zuversicht aber gleich wieder ein wenig ein: „Ich kenne ein paar Stellen.”

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Probleme beim Glasfaserausbau

Grundsätzlich begrüßte der Bürgermeister auch die Glasfaser-Offensive in der Stadt Uffenheim und den Ortsteilen. Obwohl der lang ersehnte Ausbau nun endlich startete, „sind wir mit der Firma nicht so wirklich glücklich”. Es sei ein „Sub-Sub-Sub-Unternehmen”, zwei Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung seien schwer damit beschäftigt, die Arbeiten zu kontrollieren. Es gebe auch einen wöchentlichen Jour-fixe.

Doch der Ausbau stockt, denn: „Was nicht passt – und das ist eine ganze Menge – muss erst einmal ausgebessert werden.” Entsprechend ziehe es sich. Letztlich brauche die Stadt aber Glasfaser: „Es wäre ein Riesennachteil für Uffenheim, wenn wir es nicht anbieten könnten”, Stichwort Gewerbeansiedlung und Homeoffice.

Der Haushalt wirft seine Schatten voraus

Schließlich ging Wolfgang Lampe schon einmal auf den Haushalt 2026 ein, dessen erste öffentliche Vorberatung am Dienstag, 10. Februar, auf der Finanzausschuss-Tagesordnung ab 14 Uhr im Rathaus steht. Und der Bürgermeister kündigte jetzt schon an: „Der Haushalt wird öffentlich ausgelegt und ist dann für jeden einsehbar.”

Während der Anteil an der Einkommensteuer als städtische Einnahmequelle mit Blick auf die insgesamt steigenden Löhne eine für die Stadt erfreuliche Richtung nimmt, ist es um die Gewerbesteuer nicht ganz so gut bestellt. Diese war im Jahr 2025 auf 3,5 Millionen Euro zurückgegangen und wird auch heuer auf diese Größenordnung veranschlagt. Der Rückgang um 500.000 Euro im Vergleich zu 2024 „tut weh”.

Das Trostpflaster: Die Schlüsselzuweisungen sind leicht gestiegen, „aber das frisst die Kreisumlage wieder auf”, denn die Stadt Uffenheim muss heuer etwas mehr als 4,4 Millionen Euro an den Landkreis überweisen. Die Personalkosten steigen, wobei „die Köpfe sich nur marginal ändern”. Ausschlaggebend seien letztlich die Lohnsteigerungen. Ansonsten wird der städtische Schuldenstand sogar leicht sinken (ohne Stadtwerke). Und: „2026 sind keine Kredite erforderlich, deshalb ist der Haushalt genehmigungsfähig.”

Großprojekte werden abgestottert

Lampe sagte aber auch klar: „Es ist nicht viel drin, das weiß ich.” Nur müssten nun erst die abgeschlossenen Großprojekte noch final abgezahlt werden – und auch das große Warten auf die Zuschüsse geht weiter. Höhere Summen stehen noch aus, sollen aber auch heuer teilweise fließen. Entsprechend zeigte sich der Bürgermeister vorsichtig optimistisch.

Zum Abschluss hatte Lampe noch eine gute Nachricht zu verkünden: „Die Zulassungsstellen in Uffenheim und Scheinfeld werden bleiben.” Am Freitag der Bürgerversammlung hatten Lampe und sein Scheinfelder Bürgermeisterkollege Claus Seifert ein Gespräch mit Landrat Dr. Christian von Dobschütz. „Es wird erhalten bleiben, aber es wird sich etwas ändern.” Details wollte und durfte der Uffenheimer aber noch nicht nennen. Zu diesem Thema soll ab 19. Februar näher informiert werden.

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