Die Nachfolge von Claus Seifert ist geklärt: Die Scheinfelder haben Theodor Schell zum neuen Bürgermeister gewählt. Der erst 27-jährige CSU-Kandidat holte am Sonntag fast Dreiviertel der gültigen Stimmen, genau 73,0 Prozent.
Sein Gegenkandidat Klaus Luckert (CSU) kam auf 27,0 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei eher mäßigen 68,4 Prozent: 2495 der 3649 Stimmberechtigten gaben ihr Votum ab. Kurz vor halb acht Uhr stand der Sieger fest.
Der USA-erfahrene Schell sprach kurz danach von einem Wahlergebnis à la West Virginia, wo Donald Trump ähnlich deutlich obsiegte, betonte aber zugleich, dass dies nur auf die Zahlen und keinesfalls inhaltlich gemünzt sei. Der eher als Herausforderer gestartete CSU-Bewerber hatte einen intensiven Wahlkampf geführt und war am Ende schon recht siegesgewiss: „Ich hatte mit 60 plus gerechnet.” Umso erfreuter war er über die 70 plus, die am späteren Abend noch im Hallenbad-Bistro, dessen Wirt auf der CSU-Liste kandidierte.
Der unterlegene Luckert gratulierte dem Gewinner. Er sei immer von einem offenen Rennen ausgegangen, sagte der im vorigen Jahr zur ÜWG gewechselte ehemalige Christsoziale. Die Deutlichkeit des Ergebnisses überraschte aber auch den 58-Jährigen. Das Wahlergebnis wollte Luckert zusammen mit ÜWG-Angehörigen und -Freunden dennoch bei einem schönen Abend in „Holzi's Bistro” begehen.
Die CSU gewinnt mit 44,4 Prozent auch dir Ratswahl. Sie zieht mit sieben Vertretern ein: Andreas Knahn, Jürgen Wostratzky, Niklas Rottmeier, Tobias Schick, Dr. Rainer Spörl, Julia Buchner und Bernhard Brändlein. Die ÜWG kommt auf 29,3 Prozent und entsendet Klaus Luckert, Dr. Gerhard Heim, Martina Kellner und Tim Schmitt.
Die SPD (16,4 Prozent) verliert zwei Sitze und hat nun noch drei: Sandra Lechner, Dr. Berthold Krabbe und Thomas Lechner. Die erstmals angetretenen Grünen holen 10,0 Prozent. Für sie zieht Stefan Jordan ein; der zweite Sitz muss durch Losentscheid besetzt werden, denn Nadine Sammetinger und Luise Fröhlich haben gleich viele Stimmen.