Bürger schaffen einen meditativen Weg auf dem Friedhof von Obermögersheim | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.08.2024 15:15

Bürger schaffen einen meditativen Weg auf dem Friedhof von Obermögersheim

Zukunftsglaube soll Wegbegleiter im Leben sein, hoffen die Initiatoren des meditativen Weges im Friedhof in Obermögersheim. (Foto: Walter Oberhäußer)
Zukunftsglaube soll Wegbegleiter im Leben sein, hoffen die Initiatoren des meditativen Weges im Friedhof in Obermögersheim. (Foto: Walter Oberhäußer)
Zukunftsglaube soll Wegbegleiter im Leben sein, hoffen die Initiatoren des meditativen Weges im Friedhof in Obermögersheim. (Foto: Walter Oberhäußer)

Der meditative Weg im Friedhof rund um die St.-Martins-Kirche im Wassertrüdinger Stadtteil Obermögersheim (Landkreis Ansbach) gilt als lohnenswertes Ziel. Der Weg wurde von den Ortsbürgern errichtet und soll zum Ausdruck bringen, dass ein Friedhof eine Stätte der Begegnung ist und ein Ort, an dem Leben stattfindet.

Der Weg lädt dazu ein, die Hektik des Alltags zu vergessen oder an einem ruhigen Ort Entspannung nach beruflicher, schulischer oder sportlicher Leistung zu suchen. Der Pfad steht aber auch dafür, nach erlebten Ängsten, Nöten und Schmerzen an einem stillen Platz Trost und Geborgenheit zu finden.

Treffpunkt am Leichenhaus

Die neun Stationen reihen sich wie Perlen einer Kette aneinander. Treffpunkt für Führungen ist an der ersten nahe dem Leichenhaus und trägt den Titel „Die Liebe bleibt – Alles im Leben hat seine Zeit“.

Eine neu gepflanzte Allee und zugleich Station zwei markiert den Wegverlauf zur St.-Martins-Kirche mit der Aufforderung „Tritt ein – schöpfe Kraft! Geh und bringe Frieden“. Das neugestaltete Kriegerdenkmal und die Figur „Die Kniende“ stehen für Frieden und sollen zum Ausdruck bringen, dass Kriege viel Leid, Schmerz, Not und Tränen bedeuten. Die Skulptur richtet ihren Blick zur Kirche und drückt zudem „Glaube – Liebe – Hoffnung“ aus.

Die Station vier bildet ein gefasster Wasserbrunnen. Dort wird die biblische Botschaft von „Jesus und die Frau am Brunnen“ aufgegriffen und soll den Betrachtenden vermitteln, dass „Begegnungen die Grenzen überwinden“. Eine Ruhewiese lädt an der fünften Station ein. Dort ist auch ein Mühlstein zu sehen. Überschrieben ist dieser Ort mit „Hier darf mein Körper Ruhe finden und eins werden mit der Natur“. Das Kreuz an der nächsten Station erinnert an „Karfreitag – Schmerz – Tod – Trost“.

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Engel an der letzten Station

Johannes’ Taufe durch Jesus symbolisiert ein Brunnen und wird an der siebten Station thematisiert. Die Lebendigkeit der Umwelt soll ein Insektenhotel an der achten Station zeigen. Mit einer Engelstatue markiert die Station neun das Ende des Weges. Engel versinnbildlichen Hoffnung und dieser Zukunftsglaube sollte Wegbegleiter durch das Leben sein, hoffen die Initiatoren.

Für Gruppen ab acht Personen gibt es nach Vereinbarung Führungen. Offene Rundgänge werden von Mai bis Oktober stets am zweiten Sonntag im Monat um 16 Uhr angeboten. Auch in der St.-Martins-Kirche sind Führungen auf Anfrage möglich. Kontakt und Anmeldung unter der Telefonnummer 0151/55531038 oder per E-Mail an meditativer-weg@obermoegersheim.de. Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.obermoegersheim.de/weg/ zu finden.


Von Walter Oberhäußer
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