Ganz sicher wissen es auch die Verantwortlichen der Bachwoche nicht, ob es ein solches Konzertformat noch anderswo gibt. Das Helfer-Konzert am letzten Tag des Musikfestes könnte eine einzigartige Tradition sein. Sicher ist auf jeden Fall: Das erste Helfer-Konzert fand vor 20 Jahren statt. Und auch sonst war es eine runde Sache.
Kirchenmusikdirektor Carl Friedrich Meyer hatte ein knapp einstündiges, abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Zu hören waren in St. Johannis Instrumentalstücke und Werke für Chor und Solisten. Es gab aus dem 18. Jahrhundert Werke von Anton Thomas Albertini, Georg Philipp Telemann, Georg Friedrich Händel und Johann Krieger. Die Romantik war mit drei Sätzen aus Franz Schuberts „Deutscher Messe” vertreten.
Der Chor der Bachwochen-Helfer, in den sich Intendant Dr. Andreas Bomba einreihte, nahm mit seinen vielen jungen Stimmen und seinem Können sofort für sich ein. Als feste Kantorei wäre er für jede Gemeinde eine Zier. Das klangschöne Streichsextett des Ansbacher Kammerorchesters, die souveränen Bläser, die aparten Vokalsolisten, sie wären es ebenfalls.
Carl Friedrich Meyer hatte also ein Ad-hoc-Ensemble vor sich, mit dem unter seiner Leitung nach ein paar Proben eine ansprechende, beschwingt belebte Aufführung sehr gut gelingen konnte.
Musik von Bach sparte der offizielle Teil aus, Musik von Johann Sebastian. Dessen Sohn Johann Christian, der Londoner Bach, war aber mit einem „Dixit Dominus” vertreten. Am Ende als Zugabe erklang dann doch ein Choral im glanzvollen Satz von Vater Bach: „Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren” – was zum Ende einer geglückten Bachwoche ein bewegender Moment war.
Eine gute Tradition seit 20 Jahren ist es, dass die Bachwochen-Helfer für einen guten Zweck auftreten. In diesem Jahre baten sie um Spenden für den Kinderschutzbund Kreisverband Ansbach. In die Körbchen eingelegt wurden insgesamt 2500 Euro.