Bechhofen: Mit Rückhalt in den Wahlkampf | FLZ.de

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Veröffentlicht am 17.11.2023 18:15, aktualisiert am 17.11.2023 19:51

Bechhofen: Mit Rückhalt in den Wahlkampf

Sven Waidmann freut sich über den Rückhalt des Bechhöfer CSU-Ortsverbands. Er wurde einstimmig nominiert. (Foto: Martina Haas)
Sven Waidmann freut sich über den Rückhalt des Bechhöfer CSU-Ortsverbands. Er wurde einstimmig nominiert. (Foto: Martina Haas)
Sven Waidmann freut sich über den Rückhalt des Bechhöfer CSU-Ortsverbands. Er wurde einstimmig nominiert. (Foto: Martina Haas)

Einstimmig hat der CSU-Ortsverband Sven Waidmann ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus der Marktgemeinde Bechhofen (Landkreis Ansbach) geschickt. Nach der Auszählung gab es für den 39-Jährigen tosenden Applaus aus der Versammlung, in der zahlreiche CSU-Amts- und Mandatsträger aus den Nachbarkommunen dem Bewerber ihre Solidarität ausdrückten.

CSU-Ortsverbandsvorsitzender Martin Günther zeigte sich eingangs „sprachlos“ über das große Interesse an der Nominierungsversammlung. Erstmals seit 15 Jahren gebe es in der Marktgemeinde nun einen „Zweikampf“ um das Bürgermeisteramt. Zum Prozedere führte Günther aus, dass es in der kommenden Woche eine weitere Nominierungsversammlung für Waidmann geben werde: bei der Landliste.

Der, um den es am Donnerstag Abend in Königshofen, ging, freute sich über die Unterstützung, die er bereits bei der Vorbereitung seiner Kandidatur erfahren habe. Auf die Turbulenzen im Zusammenhang mit der Nominierung seines Mitbewerbers Thorsten Müller, ebenfalls CSU-Mitglied und derzeit Geschäftsleiter im Bechhöfer Rathaus, ging Waidmann selbst nicht ein.

Derzeit im Bundesverteidigungsministerium

Er skizzierte seinen Lebenslauf. Seine militärische Karriere führte ihn von seinem Heimatort Bechhofen durch die gesamte Bundesrepublik, zu einem Ausbildungslehrgang in die USA bis hin zu einem Auslandseinsatz an der syrischen Grenze. Derzeit ist Waidmann im Bundesverteidigungsministerium in Berlin in der Abteilung Politik eingesetzt.

Die Verbindung zu Bechhofen – er sei seit jeher in den örtlichen Vereinen verwurzelt – sei indes nie abgerissen, erklärte der Bewerber. Mit seiner Familie – der 39-Jährige ist verheiratet und hat drei Kinder im Vorschulalter – lebt er mittlerweile in Weidendorf.

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Im Falle seiner Wahl will er an die Arbeit seiner Vorgänger anknüpfen, dabei eine „zukunftsorientierte und nachhaltige Haushaltsführung“ samt Konsolidierung im Blick behalten. Für junge Familien will er den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze auf die Agenda setzen und neue Klassenzimmer bauen. Wichtig sind ihm die medizinische Versorgung, Pflege, Mobilität und altersgerechtes Wohnen, um die Daseinsfürsorge für das Alter zu sichern.

Er versicherte, das Ehrenamt und das Vereinsleben zu fördern, denn die Mitglieder seien die Träger des kulturellen Lebens in Bechhofen. Ebenso gelte es, Feuerwehren und Rettungsdienste zeitgemäß auszustatten. Wie nötig das sei, machte er am Beispiel des Bechhöfer Gerätehauses fest: „Das widerspricht teilweise den gesetzlichen Vorgaben.“

Familienfreundlicher Wohn- und Lebensraum

Bechhofen soll nach Waidmanns Vorstellungen ein familienfreundlicher Wohn- und Lebensraum bleiben, die Kommune als Wirtschaftsstandort weiter gestärkt werden. Die Kaufkraft solle durch Ergänzungen in der Nahversorgung im Ort gehalten werden.

Und schließlich will Waidmann das „Wir-Gefühl“ der Bechhöfer stärken. Dabei sollen alle 27 Ortsteile eingebunden werden, unter Bewahrung ihrer Eigenheiten und Vielfalt.

Trotz der finanzielle Lage der Kommune und „mancher Dilemmata, um die ich weiß“, wolle er sein Bestes geben, versicherte der Bewerber.

Nach der Auszählung der Wahlzettel, für Waidmann gaben alle 29 Berechtigten ihre Stimme, antworte dieser auf die Frage, ob er die Kandidatur annehme, mit „Ja, ich will.“

Eingangs hatte CSU-Ortsverbandsvorsitzender Günther noch einmal die Suche nach einem geeigneten Kandidaten thematisiert. Bereits zu einem frühen Zeitpunkt sei klar gewesen, dass mehrere „hoch qualifizierte Bewerber aus den eigenen Reihen“ zur Verfügung stehen würden.

Dem jetzigen Gegenkandidaten Thorsten Müller, der von anderen Listen und „dem damaligen Bürgermeister“ ins Gespräch gebracht worden sei, sei angeboten worden, sich am Auswahlverfahren zu beteiligen. Für alle müssten die gleichen Regeln gelten, so Günther, der einen „fairen und sachlichen Wahlkampf“ versprach.

Einen weiteren Bericht zur CSU-Nominierungsversammlung finden Sie hier.

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