Bayerns Dreesen an 1860: „Optimistisch, dass sie das packen“ | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.07.2026 13:40

Bayerns Dreesen an 1860: „Optimistisch, dass sie das packen“

Neuanfang ohne Logo: Wegen eines Markenstreits startet der TSV 1860 München in der Regionalliga zunächst ohne Löwen im Wappen. (Archivbild) (Foto: Florian Diettrich/dpa)
Neuanfang ohne Logo: Wegen eines Markenstreits startet der TSV 1860 München in der Regionalliga zunächst ohne Löwen im Wappen. (Archivbild) (Foto: Florian Diettrich/dpa)
Neuanfang ohne Logo: Wegen eines Markenstreits startet der TSV 1860 München in der Regionalliga zunächst ohne Löwen im Wappen. (Archivbild) (Foto: Florian Diettrich/dpa)

Nach Zwangsabstieg und Insolvenzantrag vernimmt der TSV 1860 München sogar vom Stadtrivalen FC Bayern aufmunternde Worte beim Neustart in der Fußball-Regionalliga. „Ich wünsche 1860 München wirklich, dass sie wieder auf die Beine kommen“, sagte Bayerns Vorstandschef Jan-Christian Dreesen im PresseClub München. „Ich bin optimistisch, dass sie das packen werden, insbesondere, weil sie unfassbar treue Fans haben, die eine Leidensfähigkeit seit Jahrzehnten zeigen - das ist unglaublich.“

Im Juni hatte Investor Hasan Ismaik den Sechzigern ein Darlehen gekündigt, deshalb waren die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Verbleib in der 3. Liga nicht mehr erfüllt. Also ging es - wie schon 2017 - in die Regionalliga. Die von Verein und Geldgeber gemeinsam betriebene Spielbetriebsgesellschaft meldete Insolvenz an - unter neuer Organisation und ohne Ismaik startet das Team am Wochenende in die Meisterschaft. Wegen eines Markenstreits mit dem Investor fehlt der ikonische Wappenlöwe zunächst noch auf den Trikots.

Finanzielle Hilfe? So weit geht das Mitleid dann doch nicht

„Manchmal ist es gut, wann man wieder von unten anfangen muss“, meinte Dreesen. „Es ist eine Niederlage, aber auch wieder ein Neuanfang. Dann kann man die Dinge neu sortieren. Ich wünsche ihnen, dass sie die richtigen Entscheidungen fällen.“

Den Vorschlag eines Fragestellers, ob der FC Bayern den „Löwen“ denn nicht finanziell mit etwa fünf Millionen Euro auf die Beine helfen wolle, sah Dreesen „etwas kritischer“, wie er einräumte. Es gebe nach wie vor „bei uns gelebte Antipathie von Mitgliedern und Fans“ gegenüber dem Stadtrivalen. „Ich glaube nicht, dass unsere Mitglieder, oder zumindest Teile unserer Mitglieder, das positiv goutieren würden“, sagte er über so eine angedachte Millionenzahlung.

Dreesen mit Lokalderby-Seitenhieb

Auf die Frage, ob sich der FC Bayern nicht generell wünsche, dass 1860 irgendwann in die Bundesliga zurückkehre, um wieder Lokalderbys zu haben, antwortete Dreesen mit einem kleinen Seitenhieb: „Wir haben ja jetzt ein Lokalderby - in der Regionalliga halt.“ In der Saison treffen die „Löwen“ in der vierten Liga auf die ebenfalls dort spielende zweite Mannschaft des FC Bayern.

© dpa-infocom, dpa:260728-930-449821/1


Von dpa
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