Bankkunde nach Einbruch besorgt: „Schwierige Situation“ | FLZ.de

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 13.02.2026 21:52, aktualisiert am 14.02.2026 11:30

Bankkunde nach Einbruch besorgt: „Schwierige Situation“

Wie hoch die Beute ist, ist laut Polizei noch unklar. (Foto: Kai Moorschlatt/dpa)
Wie hoch die Beute ist, ist laut Polizei noch unklar. (Foto: Kai Moorschlatt/dpa)
Wie hoch die Beute ist, ist laut Polizei noch unklar. (Foto: Kai Moorschlatt/dpa)

Nach dem Aufbruch von Schließfächern in einer Bank in Stuhr nahe Bremen zeigen sich Bankkunden besorgt. „Ist eine etwas schwierige Situation“, sagt Stephan Drettmann, der dort ein Schließfach gemietet hat und in der verlassenen Filiale am Samstag verzweifelt nach Informationen sucht. „Ich bin nicht sehr entspannt.“

Einbrecher drangen am Freitagmittag laut Polizei über einen Lichtschacht in die Bank ein. Sie brachen mehrere Türen auf, um zu den Schließfächern zu gelangen. Wie hoch die Beute ist und wie viele Bankkunden betroffen sind, ist nach Angaben der Polizei noch unklar.

Von außen deutet am Samstagmittag nichts auf den Einbruch hin. Nur einige Kunden suchen nach Informationen oder möchten Geld abheben.

Bankkunde: „Nicht so ganz unerheblich, was dann weg wäre“

Die Ungewissheit sei schwer auszuhalten, sagt der Bankkunde. „Man hofft natürlich, dass man eventuell nicht betroffen ist.“ Er habe aus der Zeitung von dem Einbruch erfahren und bisher kaum Informationen von der Bank und der Polizei bekommen. „Es ist auch nicht so ganz unerheblich, was dann weg wäre.“

In dem Raum seien mehrere Hundert Schließfächer, schätzt der Besitzer des Schließfachs. „Also werden wahrscheinlich auch so viele Leute dort jetzt in Sorge sein, ob sie betroffen sind oder nicht“, sagt der Mann. „Wir sind mit Sicherheit nicht die Einzigen.“ Die Polizei habe ihm jedoch versichert, dass nur einige Schließfächer aufgebrochen worden seien. Die Volksbank war zunächst nicht zu erreichen.

Auch ein Anwohner zeigte sich entsetzt. „Man hat's ja gerade erlebt in Gelsenkirchen“, meint der Mann. Dort brachen Einbrecher Ende Dezember mehr als 3.000 Schließfächer auf und flohen mit einer Beute in Millionenhöhe. „Da hab’ ich nicht mit gerechnet, dass hier auch so was passiert“, sagt der Anwohner. „Kann man nicht glauben.“

© dpa-infocom, dpa:260213-930-685128/4


Von dpa
north