Nach Serie von Zigarettenautomaten-Sprengungen: Wie kommt die Polizei voran? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.02.2026 15:52

Nach Serie von Zigarettenautomaten-Sprengungen: Wie kommt die Polizei voran?

Nach einer Sprengung bleibt nur noch der zerstörte Automat, hier in Obernzenn, übrig. Geld und Zigaretten packen die Täterinnen oder Täter ein.  (Archivbild: Helmut Meixner)
Nach einer Sprengung bleibt nur noch der zerstörte Automat, hier in Obernzenn, übrig. Geld und Zigaretten packen die Täterinnen oder Täter ein. (Archivbild: Helmut Meixner)
Nach einer Sprengung bleibt nur noch der zerstörte Automat, hier in Obernzenn, übrig. Geld und Zigaretten packen die Täterinnen oder Täter ein. (Archivbild: Helmut Meixner)

Mehrfach sind in den vergangenen zwei Jahren in Westmittelfranken Zigarettenautomaten gezielt gesprengt worden. Die Taten erfolgten meist nach einem ähnlichen Muster: Sie geschahen nachts, gearbeitet wurde mit Gas oder Böllern, meist über den Auswurfsschaft. Wie kommt die Polizei voran?

Nur ein paar Beispiele für derartige Vorfälle aus den vergangenen Wochen: Am 3. Februar wurde ein Zigarettenautomat in der Bahnhofstraße in Wassertrüdingen von mehreren Personen gesprengt. In der Nacht zum Montag, 12. Januar, waren Automatensprenger in Arberg im Ortsteil Mörsach am Werk. Unbekannte sprengten in der Nacht zum Samstag, 18. Januar, drei Zigarettenautomaten in Breitenau (Gemeinde Obernzenn), in Ebersdorf (Gemeinde Dietenhofen) und in Wendsdorf (Gemeinde Großhabersdorf).

Eigentlich sind Zigarettenautomaten zum Herausgeben von Waren da, nicht zum Gesprengt-Werden – so wie nun in Dietenhofen und Flachslanden. (Symbolbild: Bernd Weißbrod/dpa)

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Gehäuft rund um den Jahreswechsel

Derartige Delikte gibt es nicht nur in Westmittelfranken – auch im angrenzenden Unterfranken haben Unbekannte im Januar innerhalb von zwei Wochen zwölf Zigarettenautomaten gesprengt. Auch andere Regionen in Deutschland sind betroffen.

Wie versucht die Polizei nun den Täterinnen und Tätern auf die Schliche zu kommen? Es gibt ein gewisses Muster, heißt es auf FLZ-Anfrage vom Polizeipräsidium Mittelfranken. „Vermutlich stecken überwiegend Jugendliche dahinter”, meint Pressesprecher Kai Schmidt.

Derartige Vorfälle treten laut Polizei gehäuft rund um Silvester auf. Dann sind die Böller leicht verfügbar. Sie dienen dann als Basis für die selbst gebastelten Sprengsätze. Auch in den vergangenen zwei Jahren wurden rund um den Jahreswechsel mehrere solche Fälle verzeichnet, erklärt die Polizei. Der entstandene Schaden liegt meist in einer Größenordnung von 3500 bis 5000 Euro.

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Einer der Angeklagten eines Prozesses in Bamberg gegen eine Automatensprenger-Bande aus den Niederlanden: Es ist stets der gleiche „Modus Operandi”. (Foto: Daniel Löb/dpa)
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Selten gibt es brauchbare Spuren

Die Ermittlungen gestalten sich trotz dieser Erkenntnisse schwierig. Es gibt in der Regel kaum verwertbare Spuren. Nach Fingerabdrücken suchen die Ermittler meist vergeblich. Vieles verbrennt bei der Sprengung und Gas hinterlässt gar keine Rückstände. Daher basieren die Ermittlungen hauptsächlich auf der Befragung von Zeuginnen und Zeugen.

Präventive Maßnahmen sind ebenfalls schwierig umzusetzen, stellt die Polizei fest. Die Automaten sind öffentlich zugänglich. Oft befinden sie sich außerhalb von Wohngebieten, wo es wenig Passantinnen und Passanten gibt, denen etwas auffallen könnte. So ist es laut Polizei nahezu unmöglich, die Automaten zu überwachen oder an vernünftige Hinweise zu kommen. Das macht die Strafverfolgung der Täterinnen und Täter zur komplexen Herausforderung. Eine eigene Statistik zu den Sprengungen wird laut Pressesprecher Schmidt in der Region nicht geführt.


Von Mara Stingl
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