Bärlauch-Saison in der Region: Das ist bei der Ernte zu beachten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.03.2025 13:00

Bärlauch-Saison in der Region: Das ist bei der Ernte zu beachten

Bärlauch ist auch als Waldknoblauch bekannt. Doch: Im Wald oder auf Wiesen wachsen auch Pflanzen, die ihm zum Verwechseln ähnlich sind. (Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn)
Bärlauch ist auch als Waldknoblauch bekannt. Doch: Im Wald oder auf Wiesen wachsen auch Pflanzen, die ihm zum Verwechseln ähnlich sind. (Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn)
Bärlauch ist auch als Waldknoblauch bekannt. Doch: Im Wald oder auf Wiesen wachsen auch Pflanzen, die ihm zum Verwechseln ähnlich sind. (Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn)

Pesto, Pizza, Suppe oder geschnitten auf einer Scheibe Brot: Bärlauch ist eines der beliebtesten Wildkräuter in der Region und lässt sich frisch sehr gut zubereiten. Die Pflanze ist voller Nährstoffe und gesund. Sie enthält Vitamin C in großen Mengen sowie Eisen und Kalium. Kein Wunder, dass es viele Menschen deshalb in die Wälder treibt, um diese Zwiebelpflanze zu sammeln. Doch dabei gibt es einiges zu beachten.

Wann kann Bärlauch geerntet werden?

Die Saison steht vor der Tür: Ab Mitte März kann Bärlauch im Wald geerntet werden. Jedoch ist das nur für kurze Zeit möglich. Sobald das Kraut gegen Ende April oder Anfang Mai blüht, sind die Blätter nicht mehr genießbar. Giftig ist Bärlauch dann aber nicht.

Wo wächst Bärlauch?

Größtenteils ist die Pflanze in Wäldern zu finden, die in der Nähe eines Gewässers liegen. Am ehesten wächst das Kraut in schattigen Laubwäldern mit lockerem, feuchtem und humusreichem Boden. Auch in Schluchten oder an Bächen fühlt sich Bärlauch wohl. Meist erscheint die Pflanze in einem flächendeckenden Teppich aus Blättern. Sobald die Pflanzen weiß blühen, ist der Bärlauchteppich schon von weitem erkennbar. Es empfiehlt sich aber auch, bei einem Spaziergang einfach der Nase zu folgen. Sobald es nach Knoblauch riecht, ist Bärlauch nicht weit weg.

Gemieden werden soll das Kraut in der Nähe von Wegkreuzungen, Baumstümpfen und Felsen.

Im Landkreis Ansbach ist etwa die Region um den Hesselberg eine gute Anlaufstelle, um Bärlauch zu finden. Einige Fundorte für Bärlauch sind unter anderem auf der Mitmach-Karte „Mundraub.org” von Nutzern eingetragen.

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Woran ist Bärlauch zu erkennen?

Am allerwichtigsten beim Sammeln von Bärlauch ist es, diesen eindeutig erkennen zu können. Eine Verwechslung mit Herbstzeitlosen und Maiglöckchen ist sehr gefährlich. Beide Pflanzen sind giftig. Deshalb wird nur erfahrenen Sammlern das Ernten geraten.

Wer sich noch nicht so gut auskennt, hat auf diese Merkmale zu achten: Zum einen ist die Pflanze an ihrem Duft nach Knoblauch zu erkennen. Außerdem wächst jedes Bärlauchblatt an einem eigenen Stiel. Die Blattunterseite ist matt, die Oberseite glänzend. Die beiden oben genannten giftigen Pflanzenarten glänzen auf beiden Seiten.

Welche Regeln gibt es beim Ernten?

Bärlauchsammeln ist nur an Stellen erlaubt, die keinem Betretungsverbot unterliegen. In Naturschutzgebieten ist Pflücken generell verboten, es sei denn, die Satzung erlaubt es explizit.

Am besten soll nur an Stellen geerntet werden, an denen viel Bärlauch vorhanden ist. Wichtig ist, pro Pflanze nur ein bis zwei Blätter zu entfernen, damit sie sich wieder regenerieren kann.

Zudem sollen Sammler nur so viel Bärlauch mitnehmen, wie sie tatsächlich benötigen beziehungsweise verarbeiten können. Es gilt die „Handstraußregel”: Nur in geringen Mengen und für den persönlichen Bedarf ist das Mitnehmen erlaubt.

Und: Schneiden statt Pflücken ist die Devise. Wer pflückt, riskiert es, die Wurzel herauszureißen. Um das zu vermeiden, sollen die Blätter mit einem scharfen Messer am Stiel sorgsam abgeschnitten werden. Sammler werden gebeten, vorsichtig zwischen die Pflanzen zu treten, damit die Zwiebeln nicht verletzt werden. Am besten wird Bärlauch in einem Korb transportiert.

Wer all das beachtet hat, kann das Frühlings-Kraut guten Gewissens verarbeiten und genießen.


Luca Paul
Luca Paul
Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach
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