Bad Windsheim will den Bereich vor dem neuen Gemeindezentrum verbessern | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.04.2025 12:19

Bad Windsheim will den Bereich vor dem neuen Gemeindezentrum verbessern

Die Hirschengasse in Bad Windsheim soll umgestaltet werden. Wo jetzt noch eine Kette als Begrenzung dient, könnte eine Aufstellfläche entstehen, die den dortigen Gehweg verbreitert. Der Bauhofwall soll so in dem Bereich verengt werden. (Foto: Anna Franck)
Die Hirschengasse in Bad Windsheim soll umgestaltet werden. Wo jetzt noch eine Kette als Begrenzung dient, könnte eine Aufstellfläche entstehen, die den dortigen Gehweg verbreitert. Der Bauhofwall soll so in dem Bereich verengt werden. (Foto: Anna Franck)
Die Hirschengasse in Bad Windsheim soll umgestaltet werden. Wo jetzt noch eine Kette als Begrenzung dient, könnte eine Aufstellfläche entstehen, die den dortigen Gehweg verbreitert. Der Bauhofwall soll so in dem Bereich verengt werden. (Foto: Anna Franck)

Die Bad Windsheimer Hirschengasse und deren Umfeld sollen neu gestaltet werden. Christoph Arnold vom städtischen Bauamt stellte in der jüngsten Sitzung des Stadtrates den aktuellen Planungsstand vor.

Zuvor wurde dieser dem Gremium bei einem nicht-öffentlichen Vor-Ort-Termin erläutert. Die Gasse soll im Zuge der Errichtung des neuen Gemeindezentrums am Holzmarkt verbreitert werden, um die fußläufige Verbindungsachse zwischen Altstadt und Fränkischem Freilandmuseum neu zu gestalten.

Vier Parkbuchten und vier Bäume

Der Entwurf sieht derzeit einen 1,50 Meter breiten, barrierefreien Gehweg vor, anschließend einen Streifen mit vier Parkflächen und vier Pflanzbeeten, in denen sich je ein Baum befindet. Die Hirschengasse selbst wird nicht angerührt und demnach auch nicht barrierefrei, da ein solcher Ausbau haushaltstechnisch nicht zu leisten wäre, erläuterte Arnold.

Die Überquerung des Bauhofwalls soll dagegen barrierefrei werden. Eine Aufstellfläche könnte an der südlichen Gehwegseite, von der aus man Richtung Freilandmuseum gelangt, entstehen. Der Gehweg würde dort quasi verbreitert werden. Auf der gegenüberliegenden Seite soll eine Grünfläche Platz finden. Somit würde der bislang recht breit gebaute Bauhofwall an dieser Stelle auf rund 5,50 Meter verengt werden.

Eingang zum Gemeindezentrum hat Priorität

Auf der Prioritätenliste ganz oben steht nun vor allem der Eingangsbereich des Gemeindezentrums – dieser soll bis zu dessen Eröffnung am 8. Juni fertig werden. Sitzblöcke sollen dort entstehen. Ein Trinkbrunnen wird platziert, der Anschluss dafür sei schon erledigt, so Christoph Arnold. Auch eine Ruhebank wird es geben.

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Die restliche Maßnahme wird wohl erst Ende des Jahres umgesetzt, „früher sicherlich nicht“, meinte Bürgermeister Jürgen Heckel (WiR). Förderanträge müssten nun gestellt werden. Das sei erst jetzt möglich, da die Grundlage dafür eine Planung ist. Entwürfe waren dem Rat zuletzt immer wieder vorgelegt und Wünsche eingearbeitet worden. Arnold betonte dennoch, dass es sich noch um keine Detailplanung handelt.

Bei der bisherigen Kostenschätzung waren ein in dem Entwurf zu findender Zugang zum Alten Bauhof und die Aufstellfläche noch nicht einkalkuliert worden, erklärte Arnold. Fakt ist, dass für das Projekt maximal 350.000 Euro zur Verfügung stehen. Einige Räte betonten, sich zunächst auf den Bereich am Holzmarkt fokussieren zu wollen. Sabine Detsch (SPD) appellierte, dass „auch, wenn das Geld knapp ist“ eine Lösung für den Übergang her müsse. „So wie es jetzt ist, können wir es nicht lassen.“ Arnold werde als nächstes eine genauere Kostenschätzung einholen, so Heckel. Anschließend werde man darüber informieren, welche Maßnahmen mit der Summe möglich sind.

Kritik an später Information der Räte

Sabine Detsch fragte zudem, wie der Übergang gekennzeichnet werden soll. „Aus technischer Sicht würde ich asphaltieren“, meinte Arnold. Auch eine gebundene Bauweise wäre möglich, dafür sei aber eine Sperrung von rund vier Wochen nötig. Der Übergang könnte beispielsweise rot markiert werden, so Arnold. Ein Zebrastreifen scheide aus, da im Bauhofwall Tempo 30 gilt. Annemarie Bruckert (Grüne) regte an, auf ein weißes Piktogramm zu setzen, da dieses dezenter als ein roter Übergang wäre. Diesbezüglich müsse man Rücksprache mit dem Ordnungsamt halten, meinte Arnold.

Georg Gerhäuser (CSU) monierte, dass die Unterlagen zur Hirschengasse zu spät ins Ratsinformationssystem hochgeladen worden waren und man sich deshalb nicht ausreichend damit habe befassen können. „Das ist immer ärgerlich bei so grundlegenden Entscheidungen.“

Verkehrsberuhigung für die Gasse

Die geplanten Baumpflanzungen gefielen Georg Gerhäuser nicht, da sie die Sichtachse stören würden. Er schlug vor kein „hohes Grün“ zu platzieren, sondern auf andere Pflanzungen zu setzen. Annemarie Bruckert (Grüne) wiederum sprach sich für die Bäume aus, auch der Beschattung wegen. Und auch Matthias Oberth (SPD) befand, dass Bäume in die Altstadt gehören. „Abenteuerlich“ fand er, dass eine Sichtachse frei von Grün sein müsse. Zumal auch das Durchgrünungskonzept der Stadt Bäume vorsehen würde. Auch die Verwaltung plädiere deshalb für die vier Bäume, so Heckel.

Bernhard Kisch (CSU) schlug vor, dass die Hirschengasse zum verkehrsberuhigten Bereich werde sollte, „damit man auch auf der Straße laufen kann“. Der dort angedachte Gehweg in einer Breite von 1,50 Metern sei recht eng, wenn viele Menschen unterwegs sind.

Gegen die Stimmen von Eberhard Gurrath (FWG) und Georg Gerhäuser (CSU) stimmte das Gremium für die Planung und das weitere Vorgehen.


Anna Franck
Anna Franck
Redakteurin im Online-Team
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