99 Prozent aller Artikel wurden versteigert – auch die teuren Großanlagen. Das ist die Bilanz der Auktion, bei der Maschinenpark, Büroeinrichtung und andere Gerätschaften des insolventen Küchenplattenherstellers Lechner aus Rothenburg unter den Hammer kamen.
Wie das Auktionshaus Surplex nach dem Ende der dreitägigen Online-Versteigerung auf Anfrage der Redaktion berichtete, war der Umfang „ungewöhnlich“ und die Auktion „etwas ganz Besonderes“. Von den rund 1000 Auktionen, die das Unternehmen pro Jahr abwickele, seien weniger als ein Prozent so umfangreich gewesen.
Als der Hammer für den allerletzten Artikel der dreitägigen Auktion fiel, seien fast 25.000 Gebote von über 1100 Bietenden aus 56 verschiedenen Ländern abgegeben worden. Das sei eine „außergewöhnlich hohe Beteiligung“, bestätigte die Sprecherin. Auch internationale Käufer, zum Beispiel aus Zentralamerika, hätten Produkte ersteigert.
Bereits im Vorfeld sei das Interesse an der Besichtigung der Maschinen „enorm“ gewesen, berichtete eine Sprecherin des Auktionshauses. Rund 250 Unternehmen hätten an mehreren Tagen die Gelegenheit genutzt, sich persönlich vor Ort ein Bild von den Anlagen zu machen. Zusätzlich habe Surplex Videos und 3D-Rundgänge von allen hochwertigen Maschinen angeboten.
Für die unverkauften Objekte beginne nun die Nachverkaufsphase, in der gezielt mögliche Käufer für diese spezifischen Maschinen angesprochen werden. „Die Immobilien des Lechner-Werkes können so fristgerecht und vollständig geräumt an den Eigentümer und die Insolvenzkanzlei übergeben werden“, verspricht Surplex.
Bei den hochwertigsten Maschinen übernehmen die Käufer in der Regel die Demontage und den Transport selbst, so die Sprecherin. Die übrigen Artikel werden per Spedition verschickt – auch nach Übersee.
Auch der Markenname Lechner soll weitergeführt werden. Hierfür hatte ein Betrieb Interesse bekundet.