Der Feuchtwanger Kalender 2027 nimmt den 125. Geburtstag des Vereins für Volkskunst und Volkskunde in den Blick. Das Motto lautet „Zeitreise durch das Fränkische Museum“. Das Druckwerk mit Glanzstücken aus der einzigartigen Sammlung erscheint Ende September.
Aus der Fülle von mehr als 13.000 Objekten ein Titelbild und zwölf Monatsmotive auszuwählen, sei eine besondere Herausforderung gewesen, betont Dr. Stefan Mühling von der Arbeitsgemeinschaft „Feuchtwanger Kalender” in einer Pressemitteilung. Denn die Sammlung des Fränkischen Museums, das seit 100 Jahren sein Zuhause in der Musuemstraße hat, zählt zu den bedeutendsten regionalgeschichtlichen Sammlungen Deutschlands. Sie bewahrt den kulturellen Reichtum Frankens und erzählt vom Leben der Menschen, die seit dem 16. Jahrhundert in den Kleinstädten und Dörfern des ehemaligen Fürstentums Ansbach lebten und arbeiteten.
Zu den besonderen Schätzen des Museums gehören die einzigartigen Textilbestände, deren älteste Stücke bis in das 17. Jahrhundert zurückreichen. Alltags- und Festtagskleidung dokumentiere eindrucksvoll die regionale, religiöse und gesellschaftliche Vielfalt in Franken, ergänzen Herbert Lindörfer und Erich Herrmann.
Die Herausgeber hoffen nun, dass sie mit dem Kalender ein Jahr voller Freude und Staunen beim Entdecken der einzigartigen Objekte des Fränkischen Museums, dessen Träger der Verein für Volkskunst und Volkskunde ist, bescheren können. Das Titelblatt zeigt eine Ehrenurkunde aus dem Jahr 1907, die dem Mitbegründer des Vereins, dem königlichen Bezirksamtsmann August Fischer, gewidmet wurde. Auf der prächtigen Urkunde sind unter anderem die Stiftskirche, eine Zunftkanne und Kleinodien abgebildet.
Aufnahmen des Biedermeierzimmers, der fränkischen Bauernstube, der authentischen Räucherküche und des einzigartigen, spätgotischen Sachsbacher Altars, der aus der Werkstatt Michael Wohlgemuts in Nürnberg stammt, sind ebenfalls zu entdecken. Auch eine Schützenscheibe aus dem Jahr 1700, ein rund 120 Jahre altes Schreibzeug sowie eine reizvolle Puppenstube fehlen nicht.
Zudem zeigen zwei historische Temperabilder das beschauliche Feuchtwangen in den Jahren 1820 und 1845. Ebenfalls ziert ein Plakat von 1960, auf dem das Museum und zwei Personen in fränkischer Tracht zu sehen sind, ein Monatsblatt. Ein Blick in die Handwerkerstuben und in Sommers Alte Druckerei runden den Kalender ab.
Das Vorwort für die mittlerweile 27. Auflage verfasste Museumsleiterin Dr. Uta Karrer. Überdies erstellte Erich Herrmann eine bebilderte Chronik anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Vereins für Volkskunst und Volkskunde. Diese zwei Blätter erscheinen im Nachgang des Kalenders. Eine Übersicht der wichtigsten Termine in Feuchtwangen und seinen Außenorten, die Mondphasen und besondere Namenstage sind ebenfalls Teil des Druckwerks. Das Kalender-Team hofft, dass die Bilder und Texte Anklang bei den zahlreichen, auch internationalen, Sammlerinnen und Sammlern finden.
Der Feuchtwanger Kalender 2027 ist ab Mooswiesensamstag, 26. September, im örtlichen Buchhandel erhältlich.