Attacke auf das Dachsbacher Rathaus: Bürgermeister ist „ziemlich fassungslos” | FLZ.de

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Veröffentlicht am 17.02.2026 18:21

Attacke auf das Dachsbacher Rathaus: Bürgermeister ist „ziemlich fassungslos”

Auf das Dachsbacher Rathaus wurde ein Anschlag verübt. Die Türen wurden mit Farbe beschmiert, Altöl wurde auf die Treppe gekippt. (Foto: Peter Kaltenhäuser)
Auf das Dachsbacher Rathaus wurde ein Anschlag verübt. Die Türen wurden mit Farbe beschmiert, Altöl wurde auf die Treppe gekippt. (Foto: Peter Kaltenhäuser)
Auf das Dachsbacher Rathaus wurde ein Anschlag verübt. Die Türen wurden mit Farbe beschmiert, Altöl wurde auf die Treppe gekippt. (Foto: Peter Kaltenhäuser)

Auf das Rathaus in Dachsbach hat es eine Farb- und Altölattacke gegeben. Einer oder mehrere bislang unbekannte Täter hatten in der Nacht zum Dienstag die Rathaustür komplett mit weißer Farbe übersprüht und Altöl auf der Rathaustreppe sowie dem umliegenden Platz verteilt.

Wie Bürgermeister Peter Kaltenhäuser auf FLZ-Anfrage erzählte, sei er kurz vor 7 Uhr morgens von Bauhofmitarbeitern informiert worden. Als er daraufhin am Rathaus eintraf, fand er die Angaben bestätigt. Darüber hinaus sei wenig später entdeckt worden, dass auch ein Wahlplakat mit seinem Gesicht unweit des Dachsbacher Einkaufsmarktes mit der gleichen weißen Farbe übersprüht worden war.

„Anscheinend richtet sich das gegen mich”, so Kaltenhäuser, der zugab „ziemlich fassungslos und auch ein bisschen ratlos” zu sein. Er habe absolut keinen konkreten Verdacht, könne sich spontan niemanden vorstellen, der eine solche Abneigung gegen ihn haben könnte und habe auch im Vorfeld keinerlei Drohungen oder Beschimpfungen auf digitalem Weg oder persönlich erfahren. Auch ein Bekennerschreiben liege nicht vor. „Natürlich habe ich mich in den vergangenen Jahren immer wieder und entschieden gegen rechts ausgesprochen”, so Kaltenhäuser, doch sei es sicherlich viel zu früh und bloße Spekulation, dort die Urheberschaft zu vermuten.

„Zum Glück kein Öl in Kanalisation”

Wie Kaltenhäuser berichtete, habe man am Morgen zunächst das nächstgelegene Pumpwerk abgeschaltet, da man nicht habe ausschließen können, dass durch den Regen womöglich Öl in die Kanalisation gespült worden war. Diese Befürchtung habe sich jedoch glücklicherweise nicht bewahrheitet und mit Hilfe einer sofort verständigten Neustädter Firma, die Erfahrung im Umgang mit Ölspuren hat, habe man auch das auf Treppe und Platz verteilte Altöl rasch binden und entsorgen können. Die Reinigung der Rathaustür habe sodann der Bauhof übernommen.

Die Neustädter Polizeiinspektion bestätigte Kaltenhäusers Angaben. Zwischen Montagnachmittag, 16 Uhr, und Dienstagmorgen, 6.50 Uhr, sei das Rathaus attackiert worden, heißt es im Pressebericht. Das Öl auf der Treppe habe sich durch den Regen rasch auf dem Vorplatz „großflächig verteilt”. Zwar hätten der Bauhof und die Fachfirma ein Eindringen in die Kanalisation verhindert, die angrenzende Wiese wurde jedoch „leicht verunreinigt”. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mindestens 3000 Euro.

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Polizei ermittelt gegen Unbekannt

Ermittelt werde unter anderem wegen einer möglichen Grundwassergefährdung, des unsachgemäßen Umgangs mit Abfallstoffen sowie der Sachbeschädigung – sowohl wegen der Delikte am Rathaus als auch wegen des beschmierten Wahlplakats. Hinweise auf den oder die Täter gebe es bisher nicht, eventuelle Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09161/88530 bei der Neustädter Polizei zu melden.

Für Peter Kaltenhäuser hat sich durch diesen Vorfall wenig verändert. Der einzige Kandidat bei der Dachsbacher Bürgermeisterwahl, der von allen antretenden Gruppierungen bestätigt wurde, will „so weitermachen wie bisher”. Der Vorfall beschäftige ihn natürlich, aber Angst oder Unsicherheit verspüre er dadurch sicherlich nicht.


Patrick Lauer
Patrick Lauer
Redakteur
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