Atomares Endlager: Westmittelfranken ist so gut wie aus dem Rennen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.11.2025 17:10

Atomares Endlager: Westmittelfranken ist so gut wie aus dem Rennen

Die Region ist nicht geeignet für ein atomares Endlager. (Symbolbild: Sina Schuldt/dpa)
Die Region ist nicht geeignet für ein atomares Endlager. (Symbolbild: Sina Schuldt/dpa)
Die Region ist nicht geeignet für ein atomares Endlager. (Symbolbild: Sina Schuldt/dpa)

Die komplette Region Westmittelfranken hat sich als überhaupt nicht oder nur gering geeignet für ein atomares Endlager erwiesen.

Die Bundesgesellschaft für Endlager (BGE) sucht den Standort mit der bestmöglichen Sicherheit für das Endlager für hochradioaktive Abfälle aus den deutschen Atomkraftwerken. Derzeit werden sie in Zwischenlager aufbewahrt.

Schon bisher war klar, dass die Bundesgesellschaft für Endlager (BGE) den gesamten Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim für ungeeignet als Standort hält.

Nun ist auch die Bearbeitung des Landkreises Ansbach abgeschlossen. Der Norden des Landkreises Ansbach wurde in die Kategorie D, also ungeeignet, eingestuft. Dazu gehören alle Gebiete nördlich einer Linie von Schnelldorf im Westen über Dombühl, Leutershausen bis nach Dietenhofen.

Das Stadtgebiet von Ansbach gehört teilweise zu Kategorie D, mehrheitlich aber zur Kategorie C, der eine geringe Eignung attestiert wird. Alle Orte von Feuchtwangen und Dinkelsbühl bis nach Heilsbronn wurden hier eingeordnet. Damit ist es äußerst unwahrscheinlich, dass das deutsche atomare Endlager in Westmittelfranken gebaut wird.

„Ich begrüße die Entscheidung, dass unser Landkreis nicht als Standort für ein atomares Endlager infrage kommt. Es ist gut, dass damit Klarheit für unsere Bürgerinnen und Bürger geschaffen wurde. Ich danke allen, die den Prozess sachlich begleitet haben”, meinte der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig auf Anfrage der FLZ zum Ergebnis der Untersuchungen.

Die BGE macht aber klar, dass ihre Ergebnisse nicht verbindlich sind. Der Bundestag entscheidet bis Ende 2027 auf dieser Grundlage, welche Regionen weiter erkundet werden. Spätestens bis 2050 will das Bundesumweltministerium ein Endlager gefunden haben.


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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