Das Wunschkonzert des Intendanten endete nicht mit Applaus, es mündete in einen Überraschungsteil. Der Verein der Freunde der Bachwoche Ansbach hatte in einer Geheimaktion eine öffentliche Verabschiedung von Dr. Andreas Bomba geplant – inklusive Publikumsständchen.
Vor dem Orgelkonzert in St. Gumbertus verteilten die Bachwochen-Helfer an den Eingängen kleine Zettel. Auf denen fand sich die Bitte, nach dem Konzert sitzen zu bleiben und dazu ein spezieller Text: „Andreas Bomba, Dankeschön! Alles alles Gute, auf Wiederseh'n!”, zu singen auf die Melodie von „Bruder Jakob”.
Nach dem Konzert war es so weit. Die Zuhörerinnen und Zuhörer wurden zum Kurzzeit-Chor, und Johannes Mnich, Bombas Nachfolger, zum Kanon-Dirigenten. Seine Aufgabe meisterte er souverän und mit leichter Ironie. Schnell war das Publikum in vier Gruppen eingeteilt und stimmte das große Dankeschön für den Intendanten an, kräftigt gestützt von Jörg Halubek an der Wiegleb-Orgel. Bomba war sichtlich gerührt von so viel Anerkennung und auch von dem langen Applaus, für den sich das Publikum geschlossen erhob.
Solch harmonische Abschiede sind bei der Bachwoche keineswegs selbstverständlich. Bombas Vorgängerin und auch deren Vorgänger gingen nicht freiwillig. Dass nun der Wechsel freundschaftlich gelingt, sagt viel aus über die Art, wie Bomba fast 20 Jahre die Bachwoche geführt hat.
Vor dem Ständchen würdige Jürgen Fitschen, der Vorsitzende der Bachwochen-Freunde und des Kuratoriums der Bachwoche Ansbach GmbH, Bombas Verdienste um das Musikfest. Der Spagat zwischen dem Festhalten an Tradition und der Öffnung für Neues sei Bomba sehr gut gelungen.
Als Präsent überreichte der Vorsitzende dem Intendanten einen Karton Wein. „Aber dieser Wein ist nur symbolisch gemeint. Geschenkt worden ist das wirtschaftliche Eigentum an einigen Rebstöcken.” Sie wachsen auf einem Weinberg in Iphofen. Dem Weinliebhaber Andreas Bomba sollen die eigenen Rebstöcke den Weg ins Frankenland und nach Ansbach leichter machen. Er werde hier auch in Zukunft gern gesehen, sagte Fitschen.