Amy Montgomery rockt den Saal in Immeldorf | FLZ.de

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Veröffentlicht am 21.11.2023 06:45

Amy Montgomery rockt den Saal in Immeldorf

Junges Ausnahmetalent: die irische Rocksängerin Amy Montgomery. (Foto: Jens Plackner)
Junges Ausnahmetalent: die irische Rocksängerin Amy Montgomery. (Foto: Jens Plackner)
Junges Ausnahmetalent: die irische Rocksängerin Amy Montgomery. (Foto: Jens Plackner)

Das Publikum im „Weißes Ross“ in Immeldorf durfte am Samstag höchstwahrscheinlich an der Startphase einer großen Musikerinnen-Karriere teilhaben. Amy Montgomery bot einen Auftritt, der mit ganz großen Rockmusikerinnen vergleichbar ist.

Amy Montgomery zog es vor nicht allzu langer Zeit aus dem Norden der Grünen Insel ins schwäbische Filderstadt, begann von der neuen Basis aus, den hiesigen Musikmarkt zu erobern. Mit Erfolg. Auftritte in zahlreichen Musikkneipen, bei Festivals und sonstigen Events zeigen, dass die Musik der erst 24 Jahre alten Irin ankommt.

Die Power der Jugend

Amy Montgomery ist eine Ausnahmesängerin. Ihre Stimme und ihr Auftritt sind von ihrer Energie durchdrungen. Klar, es ist die Power der Jugend, der Klang einer neuen Generation. Doch es ist noch viel mehr. Sie hat eine stimmliche Reife und Präsenz, die in ihrem Alter nur selten ist und erst nach etlichen Bühnenjahren zu erwarten wäre. Viele Jahre Erfahrung hat sie ja zu bieten.

Schon in frühester Jugend begann sie zu singen, später folgte Straßenmusik, erste Auftritte in lokalen Shows und zusammen mit ihrem Partner Michael Mormecha die erste Europa-Tournee. Bis nach Australien zog es sie mittlerweile.

Klassischer Rock ist die Basis

Die Wurzeln ihrer Kraft gründen nicht nur auf Erfahrung und Talent, sondern viel tiefer. Persönliche Erlebnisse, positive wie negative, fließen deutlich ein. Eigene Songs werden ergänzt von fremden Werken, die sie gekonnt auf ihren eigenen Stil ummünzt. Dabei bewegt sie sich im Umfeld des klassischen Rocks – Musik, die ihr Vater, der ein extremer Fan von Led Zeppelin, AC/DC und ähnlichen 70er-Jahre basierten Songs ist, ihr schon in früher Kindheit vorgelebt und vorgespielt hat.

Der geeignete Klangkörper dafür ist ihre Band, die aus ihrem Lebensgefährten Michael Mormecha sowie Nolan Donnelly und Danny Trouton besteht. Die letzten beiden sind für das Konzert extra aus Irland angereist. Ihr Sound ist rockig, in machen Phasen ein wenig psychedelisch angehaucht, recht authentisch in Bezug auf die 70er-Jahre, jedoch von eigenem Ausdruck geprägt und sicherlich kein simpler Abklatsch der Vorgaben aus dieser Zeit.

Es ist ein neuer Klang, zwar basiert er auf den Stücken der Größen der Rockmusik, doch scheint er agiler, moderner und freier. Gefälligkeit ist hierbei keine Prämisse, sondern ergibt sich ganz natürlich in manchen Phasen, um kurz danach durch die kraftvolle Stimme von Amy Montgomery wieder eine Urwüchsigkeit zu erhalten, die eben für Eigenständigkeit und der Ideenfülle von Sängerin und den Musikern spricht.

Die Band befindet sich sicherlich noch in ihrer Frühphase, baut sich seit 2017 auf und um, experimentiert noch mit Leichtigkeit. Jedoch ist der Drive des Neuen immer noch, ja vielleicht sogar immer ausgeprägter zu spüren. Nicht ohne Grund waren einige der Stammgäste der Kultkneipe der Meinung, dass dieses Konzert das beste in diesem Genre gewesen sei, dass sie jemals in Immeldorf erleben durften.


Von Jens Plackner
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