Die Jazzarise in Ansbach ist in vollem Gange. Am Samstagabend wurde es regional. Unter dem Motto „Jazzd bei uns“ füllten sich die Lokale und Kulturhäuser der Stadt mit Musikerinnen und Musikern aus Ansbach und Umgebung. Eine Art jazzige Kneipentour nahm ihren Lauf.
So gut wie alle Stile des Jazz wurden an dem Abend bedient, egal ob Swing, Jazz-Rock, Brass, mit und ohne Gesang – die musikalische Bandbreite war groß. Im Foyer des Theater Ansbach empfingen The Dornbirds die Besucherinnen und Besucher mit einer Mischung aus berühmten Jazz-Kompositionen wie „Autumn leaves“ oder „Somewhere over the rainbow“ und weniger gehörten Melodien. Als Sextett inklusive Sängerin überzeugten sie auch Oberbürgermeister Thomas Deffner.
Ein Stück weiter in der Innenstadt platzierte sich die Instrumentalgruppe Nightwalk direkt im Gang der Alten Resi. So konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer von allen Seiten der Musik lauschen. Ebenso klassisch jazzig war es im Freiraum mit dem Blue Moon Swingtett. Das Duo präsentierte in einer entspannten und professionellen Art diverse Jazzkompositionen.
Der Abend bot aber auch manchmal mehr als Jazz. So fragten die Musiker von Melange in Eugens Weinstube das Publikum, ob sie auch mal einen eigenen Reggae spielen dürften. Da nur Zustimmung kam, mischte die Band ihr Repertoire bunt durch und hüllte auch Jazzhymnen wie „Take 5“ in ein neues Gewand. Ebenso vielseitig zeigten sich L.A. Akustik im Café Klatsch. Mit nur einer Gitarre und zwei Sängerinnen waren auch Rockklassiker und aktuelle Hits zu hören.
Während bei den Neubrauern Bernd Höllein und Friends auf eine zwanglose Jamsession setzten, die auch in vielen Gesprächen mündete, kam im Tam Tam mit der Blechmafia Nürnberg Konzertfeeling auf. Die Brass-Band begeisterte mit dem Outfit und besonders mit dem musikalischen Können auf ganzer Linie und riss die Besucher mit. Vor der Tür fanden sich einige Besucherinnen und Besucher am Kunsthaus R3. Der Künstler Jasper Libuda wollte bei seiner Darbietung den „Durchgangsverkehr“ vermeiden und ließ deshalb nur in der Pause neue Gäste rein. Das ganzheitliche Konzept der Show sollte nicht unterbrochen werden.
In der Probierbar empfing der Künstler und Musiker Rolf Fütterer mit seinem Klavier und seinen Improvisationen die Besucherinnen und Besucher. Jazzpresso im Rosenbad und Tanquoray im wiedereröffneten Café Prinzregent ergänzten das bunte Programm. Die jazzige Kneipentour im Rahmen der Jazzarise war eine schöne und entspannte Ergänzung zur „normalen“ Kneipentour und durchaus eine Wiederholung wert, denn hier standen die Kunst und Musik im Vordergrund. Der Jazzmusik wurden verdient viele Bühnen geboten.