Am Sonntagabend ging ein schweres Gewitter über der Stadt nieder. Anwohner bemerkten Brandgeruch, doch sie hatten Glück im Unglück. In Andorf traf ein Blitz eine Stromleitung.
Am Sonntag um 21.16 Uhr rückte ein Löschzug der Ansbacher Feuerwehr mit drei Fahrzeugen in ein Wohngebiet zwischen Luitpoldschule und Bahnlinie aus. In einem Haus im Johannisweg hatten Anwohner Brandgeruch wahrgenommen. Kurz vorher hatte über der Stadt ein Gewitter mit starkem Regen und zahlreichen Blitzen begonnen.
Den Verdacht der Bewohner bestätigte Stadtbrandrat Steffen Beck, der den Einsatz leitete. „Es war ein Blitzeinschlag”, sagte er am Montag auf Anfrage. Die Schäden am Gebäude seien jedoch sehr gering geblieben.
Die Helfer der Feuerwehr kontrollierten das Haus mit einer Wärmebildkamera auf mögliche Brandnester und das Dach zusätzlich von außen. Danach stand fest, dass es nur zu Beschädigungen an einigen Steckdosen gekommen war.
Nach den Angaben war der Blitz kurz nach 21 Uhr im Dach eingeschlagen. Dadurch kam es zu einem Stromausfall im Gebäude. Neben der Feuerwehr waren auch die Ansbacher Stadtwerke vor Ort. Die Bewohner blieben unverletzt. „Weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich”, heißt es im Bericht der Ansbacher Polizei.
Einen weiteren Einschlag gab es fast zeitgleich 18 Kilometer nördlich von Ansbach. In Andorf, einem Ortsteil von Dietenhofen, traf ein Blitz eine Stromleitung. Eine Sprecherin des Stromversorgers N-Ergie sagte auf FLZ-Anfrage, dass ein Blitz die Leitung getroffen habe. Dadurch sei ein automatischer Schutzmechanismus aktiviert worden, wodurch die Stromzufuhr unterbrochen wurde. Diese Abriegelung habe sich durch die Leitstelle der N-Ergie wieder aufheben lassen, so die Sprecherin. Insgesamt sei der Strom in Andorf 22 Sekunden ausgefallen.