Aktion „Ansbach putzt sich raus”: Was die Stadt an Aufklebern nervt | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 05.06.2024 20:11

Aktion „Ansbach putzt sich raus”: Was die Stadt an Aufklebern nervt

Mit Heißluftpistole und Spachtel entfernte Wolfgang Tschirne vom Ansbacher Betriebsamt einen Aufkleber von einem Schild. (Foto: Florian Schwab)
Mit Heißluftpistole und Spachtel entfernte Wolfgang Tschirne vom Ansbacher Betriebsamt einen Aufkleber von einem Schild. (Foto: Florian Schwab)
Mit Heißluftpistole und Spachtel entfernte Wolfgang Tschirne vom Ansbacher Betriebsamt einen Aufkleber von einem Schild. (Foto: Florian Schwab)

Zum Wohlfühlfaktor einer Stadt gehört unter anderem die Sauberkeit. Dieses Thema rückt die Verwaltung mit den Aktionswochen „Ansbach putzt sich raus“, die bis zum 30. Juni laufen, regelmäßig in den Mittelpunkt. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf den Aufklebern im öffentlichen Raum.

Die Aktion gibt es seit dem Jahr 2012, wie Oberbürgermeister Thomas Deffner sagte. Gemäß den Ausführungen des Rathauschefs verfolgt die Stadtverwaltung vor allem zwei Ziele. Einerseits sollen die Bürger für das Thema Sauberkeit sensibilisiert werden. Andererseits geht es darum, die Eigenverantwortung des Einzelnen zu stärken.

Zeitintensive Entfernung von Aufklebern in Ansbach

Jedes Mal gibt es ein Schwerpunktthema im Rahmen der Aktionswochen. Nachdem es in den Vorjahren unter anderem um Hundekot beziehungsweise um die nicht richtig entsorgten Hundekotbeutel ging, nehmen die Verantwortlichen in diesem Jahr Aufkleber in den Blick. Diese finden sich in großen Mengen im öffentlichen Raum – etwa auf Verkehrsschildern, Ampeln, Briefkästen, Fassaden, Stromkästen und Parkautomaten.

Die Aufkleber seien nicht nur ein optisches Problem, sagte Deffner. Sie könnten teilweise auch die Funktionsweise der Schilder beeinträchtigen. Hingeklebt sind die Sticker schnell, wie der Oberbürgermeister ausführte. Die Entfernung ist aber nach seinen Worten sehr aufwendig und zeitintensiv. „Es gibt nicht die eine Lösung.“ Stattdessen sind die Mitarbeiter mit verschiedenen Lösungsmitteln, Spachteln und der Heißluftpistole unterwegs.

Bei der Vorstellung des Programms der Aktionswoche entfernte Wolfgang Tschirne vom Betriebsamt exemplarisch einen Aufkleber von einem Schild. Etwa zwei Minuten brauchte er dafür. Bei der Vielzahl an Stickern im Stadtgebiet summiere sich das natürlich, so Deffner. Hinzu kommt, dass Lösungsmittel nicht unbedingt gut für Umwelt sind, wie die Verantwortlichen betonten. Ein weiterer Punkt: Unter Umständen muss nach der Entfernung der Sticker ein ganzes Verkehrsschild getauscht werden, wenn sich die reflektierende Schicht dabei ablöst.

Das könnte Sie auch interessieren

Ideen für die kommenden Jahre?

Natürlich geht es bei der Aktion nicht nur um die Aufkleber. Am Donnerstag gibt es in der Innenstadt den Aktionstag „Deutschland trennt. Du auch?“ (9.30 bis 11.30 Uhr). Am 12. Juni ist ein Infostand zum Thema „Öffentliche Sauberkeit“ geplant (10 bis 12 Uhr am Stadthaus).

Die Aktion „Ansbach putzt sich raus“ soll es natürlich auch im nächsten Jahr geben. Deshalb bittet die Stadt unter anderem Vereine und Nachbarschaftsgemeinschaften darum, Ideen für die kommende Auflage einzureichen. Die Vorschläge können bis zum 30. Juni per E-Mail an die Adresse pr@ansbach.de eingereicht werden.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
north