Weihnachtszeit ist Konzertzeit. Überall erklingen Weihnachtsmelodien von Groß und Klein, gesungen oder gespielt. Ein besonderes Weihnachtskonzert fand am Sonntag in Ansbach statt. Zu feiern waren 80 Jahre deutsch-amerikanische Freundschaft und Partnerschaft.
Aus diesem Anlass luden die U. S. Army Europe-Africa Band & Chorus und die Stadt Ansbach zu einem bunten Abend in den Onoldiasaal ein. Das Militärorchester brachte ein abwechslungsreiches musikalisches Programm mit.
Nach einer fulminanten Eröffnung mit „Angels We Have Heard On High“ präsentierte das Orchester die Nationalhymnen der beiden Länder Deutschland und USA. Während die deutsche Hymne gesanglich durch das Publikum unterstützt wurde, war bei der amerikanischen nur das kräftige Orchester zu hören.
Im Anschluss erklang eine im Stile von Militärmusik arrangierte Version von „Jingle Bells“. Dass sie die Originalversion ebenfalls drauf haben, bewiesen die Musikerinnen und Musiker im zweiten Teil, dann mit gesanglicher Unterstützung durch den Army-Chor.
Das professionelle Orchester ist ursprünglich 1940 gegründet worden und besteht heute aus rund 50 professionellen Musikerinnen und Musikern, die auf der Welt unterwegs sind und die US-Army repräsentieren. Insgesamt verfügt die Army über vier solcher Orchester. U. S. Army Europe-Africa Band & Chorus ist in Sembach (Landkreis Kaiserslautern) stationiert und wird von Lieutenant Colonel Richard Winkels und Sergeant Major Carlos Salas geleitet. Den Soldier's Chorus gibt es seit 1963, ihn leitet derzeit Second Lieutenant Andres Salazar.
Während der erste Teil zu Beginn von besinnlichen, instrumentalen Klängen, wie „The Eighth Candle“ geprägt war, ging im zweiten Teil die Party richtig los. Die Sängerinnen und Sänger präsentierten berühmte Weihnachtsklassiker, wie „Jingle Bell Rock“ oder „Rockin' Around The Christmas Tree“. Doch schon im ersten Teil des Programms zeigten die Mitglieder des Army-Chores ihr Talent und ihre mitreißende Art und Weise.
Im Rücken hatten sie dabei immer ein hochklassiges Orchester mit wunderbaren Solisten. Für Gänsehaut sorgte die Version von „Mary Did You Know“, die zu Beginn nur von Gitarrenbegleitung und einer hervorragenden Sängerin getragen wurde und im Verlauf in einem gemeinsamen Abschluss mit dem ganzen Orchester mündete.
Eröffnet wurde der zweite Teil von einer besonderen Version der Nussknacker-Suite. So jazzig hat man Peter Tschaikowskys berühmten Melodien selten gehört. Gemeinsam mit dem Publikum sangen die Mitwirkenden dann den deutschen Text von „Stille Nacht” und riefen den Santa Clause in die Stadt, der schließlich tatsächlich vorbeischaute. Als Abschluss spielte das Orchester die Weihnachtshymne „Joy To The World“.
Ein wunderbares Konzert, bei dem ein Stückchen amerikanische Weihnachten nach Deutschland kam.