Im Jahr 1975 eröffnete Lothar Bender in Steinsfeld sein Elektrogeschäft. Heuer feierte der familienbetriebene Elektrotechnikbetrieb sein 50-jähriges Bestehen.
Am 1. Mai, das war damals der Kirchweihsonntag, war Eröffnung. Mittlerweile ist die dritte Generation am Ruder: Der Enkel des Gründers, der 32-jährige Tobias Bender, führt mittlerweile die Geschäfte.
Begonnen hat Lothar Bender mit einem kleinen Laden in Steinsfeld, in dem es Waschmaschinen, Glühbirnen und allerlei Elektrogeräte gab. „Damals gab es noch keine Baumärkte, da hat man das noch bei uns gekauft”, sagt sein Enkel. Natürlich waren auch damals die dazugehörigen Installationsarbeiten bereits im Angebot.
„Im ersten Gründungsjahr arbeitete Lothar Bender alleine, unterstützt von seiner Frau”, erzählt Tobias Bender, expandierte aber schon kurze Zeit später – die Geschäfte liefen gut. Und so beschäftigte er bald schon vier Mitarbeiter. Sein Sohn Otmar trat in seine Fußstapfen, lernte im elterlichen Betrieb und legte 1991 seine Meisterprüfung im Elektrotechnikerhandwerk ab. Im Jahr 2000 übernahm er dann den Betrieb.
Der war zwischenzeitlich gewachsen: Der kleine Laden wurde zum Büro umgebaut, zusätzlich entstand ein Lager mit Werkstatt. Wenige Zeit später wurde nochmals um einen Verkaufsraum mit Garagen erweitert.
Auch Tobias Bender führte die Familientradition fort, lernte Elektriker und legte 2014 seine Meisterprüfung ab. Nach dem unerwarteten Tod des Vaters im Jahr 2018 fand er sich von heute auf morgen in der Rolle des Betriebsleiters wieder. „Das war eine große Umstellung”, sagt er. Er hatte er eine ganze Reihe an zusätzlichen und verantwortungsvollen Aufgaben auf dem Tisch. „Angebote und Rechnungen schreiben zum Beispiel.”
Außerdem war sein Ziel, das Leistungsspektrum rund um das Thema Strom kontiniuerlich zu erweitern. „Hausinstallationen, Smart Home, PV-Anlagen, es ist vielfältig”, sagt Tobias Bender. Im Vergleich zu früher seien die Installationsarbeiten in den Vordergrund gerückt. „Da bilden wir uns ständig weiter”, ob bei Schulungen, Fachvorträgen oder Messen. Freizeit sei allerdings rar, meint er mit einem Schmunzeln.
„Wenn ein Notfall ist, rufen die Leute auch abends oder am Wochenende an”, erzählt Bender. Aber wenn er es möglich machen kann, hilft er zuverlässig. In den vergangenen drei Jahren hat er seine Fahrzeugflotte erweitert und erneuert, genau wie die Palette an Werkzeugen, Maschinen und Messgeräten.
Neben Tobias und seiner Mutter arbeiten aktuell zwei weitere Mitarbeiter im Betrieb: ein Meister und ein Geselle, die beide im Betrieb gelernt haben. „Der Geselle hat für seine Leistungen einen Staatspreis erhalten”, so Bender. Ein weiterer Kollege besucht derzeit die Meisterschule. „Unsere qualifizierten Mitarbeiter sind ein besonderer Erfolgsfaktor”, betont Bender. Dabei zähle neben Fachwissen auch der Teamgeist.
Tobias Bender hat eine Ausbildungsstelle zu vergeben. Voraussetzungen dafür seien ein Interesse an Technik und ein Grundverständnis für Mathe und Physik.
„Unser Beruf hat Zukunft”, rührt er ein wenig die Werbetrommel. „Die Aufgaben bei uns sind abwechslungsreich, die Weiterbildungsmöglichkeiten gut.” Und: „Uns kann man durch Künstliche Intelligenz nicht ersetzen, die montiert noch keine Steckdose oder baut eine PV-Anlage auf das Dach.”